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Altpapieraufbereitung: Aus alt mach neu

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Millionen Tonnen von Papier und Kartonagen entstehen jedes Jahr durch deutsche Papierhersteller. Um die Umwelt zu schonen und gleichzeitig ein Zeichen im Bereich Nachhaltigkeit zu setzen, greifen Unternehmen für die Produktion auf bereits vorhandenes Altpapier zurück. Weggeworfene Zeitungen, Verpackungen und Papierberge müssen allerdings vorher eine chemische Altpapieraufbereitung durchlaufen, um sie wieder nutzbar zu machen.
 

Stoffaufbereitung – ein aufwendiger Prozess

Altpapier besteht in der Regel aus verschiedenen Komponenten:
  • Klebemittel
  • Bindemittel
  • Druckerschwärze
  • Verpackungsresten
  • Farben
Daher wird es einer Stoffaufbereitung unterzogen, um vorhandene (klebende) Verunreinigungen und Abfälle zu beseitigen. Zunächst werden die Altpapierrollen mit einer Lösung aus Wasser und umweltverträglichen Hilfsstoffen gefiltert. Es erfolgt eine Trennung der Fasern von den Fremdstoffen:
  • Schwere Bestandteile wie Sand-, Metall- oder Glaspartikel setzen sich nach unten ab.
  • Leichte Bestandteile wie Plastik oder Farbe schwimmen hingegen an der Oberfläche.
Während des Vorgangs der Altpapieraufbereitung wird das Material langsam aufgelöst und später in einer Papiermaschine neu zusammengepresst.
 

Faserrückgewinnung im Siebwasser

Während der Altpapieraufbereitung gehen nicht nur Verschmutzungen verloren, sondern ebenfalls ein nicht unbeträchtlicher Teil von Papierfasern. Das führt einerseits dazu, dass langfristig Maschinenrohre verstopfen können. Andererseits bedeutet es natürlich den Verlust wichtiger Bestandteile des Neupapiers. Das ist auch der Grund, warum meist bei der Papierherstellung mehr Altpapier verwendet als Neupapier produziert wird. Um dies zu verhindern, erfolgt eine sogenannte Faserrückgewinnung. Das Wasser mit den Abfällen wird erneut durch ein Sieb geleitet, wo die verschiedenen Fasern hängen bleiben. Diese werden später bei der Herstellung ebenfalls verwendet.