Smurfit Kappa
Better Planet Packaging

11.06.2019 Smurfit Kappa hat 2018 mit „Better Planet Packaging“ eine neue, langfristig angelegte Initiative zur Entwicklung und Neugestaltung nachhaltiger Verpackungslösungen gestartet.

Better Planet Packaging
© Foto: Smurfit Kappa
Better Planet Packaging

Der Rat der EU-Mitgliedsstaaten hat Einweg-Plastik-Richtlinien verabschiedet. Damit will die Europäische Union den Eintrag von Abfall in die Weltmeere deutlich verringern. Die Richtlinien umfassen Änderungen in der Vermarktung, im Produktdesign, Kennzeichnungsvorschriften für umweltschädliche Wirkung der Produkte, einen höheren Anteil an recycelbaren Materialien, eine erweiterte Herstellerverantwortung und Maßnahmen zur Verbauchs- und Abfallminderung.

 

Ziel der Initiative ist es, Verpackungslösungen gänzlich neu zu überdenken und mittels bestehender und neuer Kooperationen einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. In diesem Zusammenhang steht die effektive Vermeidung nicht-biologisch abbaubaren Abfalls im Vordergrund. Better Planet Packaging ist kein Feldzug gegen Plastik, sondern vielmehr eine Initiative gegen bleibende, unkontrollierbare Verpackungsrückstände und trägt damit grundlegend für eine gelungene Umsetzung der neuen Einweg-Plastik-Richtlinien bei.

 

Das Konzept von "Better Planet Packaging": Papierbasierte Verpackungen zur Vermeidung, Reduzierung und Ablösung von Kunststoffverpackungen

 

Smurfit Kappa setzt in seinem Konzept ganz gezielt auf eine sehr enge Zusammenarbeit mit seinen Kunden, um nachhaltige Verpackungslösungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette zu entwickeln.

 

Deutliches Optimierungspotenzial liegt im Bereich der Konsumgüter, da weltweit aktuell rund 95 % aller Kunststoffverpackungen nach einmaliger Verwendung im Abfall landen. Besonders nachteilig ist hier, dass diese Verpackungen oftmals aus unterschiedlichen Kunststoffkombinationen bestehen, die weder von Konsumenten, noch von Recyclingbetrieben ordentlich recycelt werden können. Diese Abfallprodukte gelangen dann entweder in die Verbrennung oder enden gelagert auf den Mülldeponien dieser Welt. Ein konkretes Beispiel für Optimierungen dieser Art findet sich im Lebensmittelsektor. Hier hat das Unternehmen an einigen Stellen bereits einen Wechsel von Kunststoffschalen (z.B. für Erdbeeren) auf papierbasierte Verpackungen gemeinsam mit den jeweiligen Herstellern vollzogen. Diese sind nicht nur unter natürlichen Bedingungen biologisch abbaubar, sondern können mit der richtigen Konstruktion auch die Langlebigkeit der Produkte verlängern.

 

Auch in der Logistikbranche und der verarbeitenden Industrie bestehen große Optimierungspotenziale in Bezug auf nachhaltigere Verpackungen und Verpackungsprozesse. Smurfit Kappa hat hier beispielsweise mit dem Unternehmen Scania nach einer Lösung für eine nachhaltigere und kosteneffizientere Verpackung von Windschutzscheiben gesucht. Dabei sollten Verpackungsmaterialien wie Polystyrol und Kunststoff ersetzt, und eine optimale Beladung im Rahmen der aktuellen Lieferkette sichergestellt werden. Gemeinsam mit Scania wurden alle Bedürfnisse sowie jeder Aspekt der Lieferkette analysiert und mit internen Daten verglichen, die aus über 60.000 Lieferketten weltweit zusammengetragen wurden. Das Ergebnis ist eine Verpackungslösung aus 100% recycelbaren Papier. Das neue Design führte zudem zu einer Reduktion der Verpackungszeit um 72%, einer Verringerung der Transportkosten um 50% und zu jährlichen Einsparungen von 300.000 EUR.

 

 

Verpackungen: ein maßgeblicher Teil des Problems

 

Seit den 1950-er Jahren wurden bis heute insgesamt rund 8,3 Mrd. Tonnen neuer Kunststoff hergestellt, dabei fielen rund 5,8 Mrd. Tonnen an Kunststoffabfällen an. Von diesen Kunststoffabfällen werden nur rund 9% recycelt, 12% verbrannt und der große Rest von 79% in der Umwelt und auf Mülldeponien angesammelt. Den größten Anteil an Kunststoffmüll bilden mit 39,9% Verpackungen. Das Hauptproblem von Kunststoffabfall sieht Smurfit Kappa in einigen typischen, aus Einwegkunststoffen hergestellten Produkten. Denn 70% des in den Meeren vorhandenen Abfalls besteht aus den zehn am häufigsten verwendeten Einwegkunststoffprodukten – etwa Lebensmittelbehälter, Plastiktüten, Chips- und Bonbon-Verpackungen, Getränkebehälter und Getränkebecher. Weitere Verpackungsanwendungen von Kunststoff sind etwa Plastiktüten auf der Rolle, EPS-Schaumstoff zur Polsterung und Blisterfolie als Leerraumfüllung.

 

Boris Maschmann, CEO von Smurfit Kappa Deutschland: „Wir sind davon überzeugt, dass die heutigen Umweltprobleme uns alle dazu motivieren sollten, durch Forschung und Entwicklung neue wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und darauf aufbauend nachhaltige, innovative Verpackungslösungen zu entwickeln. Wir setzen dabei auf eine ganz enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden entlang ihrer Wertschöpfungsketten. Das verschafft die besten Ergebnisse im Sinne unserer Initiative Better Planet Packaging.“

 

www.smurfitkappa.de

 

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