Verband der Wellpappenindustrie
Wellpappenindustrie mit stabilem Absatz

10.12.2020

VDW: Preisentwicklung Wellpappe und Wellpappenrohpapiere
© Foto: VDW / Euwid
VDW: Preisentwicklung Wellpappe und Wellpappenrohpapiere

Im dritten Quartal 2020 setzten die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW) 0,9 Prozent (arbeitstäglich bereinigt) weniger ab als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In absoluten Zahlen gemessen betrug der Absatz von Juli bis September 2,0 Milliarden Quadratmeter, das sind etwa 17,5 Millionen Quadratmeter weniger als im dritten Quartal des letzten Jahres.

 

„Dabei spiegeln sich die Auswirkungen der Pandemie auch in unseren Absatzzahlen wider“, sagt VDW-Geschäftsführer Dr. Oliver Wolfrum. „Nach einem Minus von 3,4 Prozent im Juli brachte die einsetzende Belebung der Konjunktur unserer Industrie leichte Wachstumsraten im August und September von 0,5 bzw. 0,4 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten.“ Damit kommt die Wellpappenindustrie nach den ersten neun Monaten auf einen moderaten Absatzrückgang von 0,2 Prozent.

 

Von allen konjunkturellen Schwankungen unbeeindruckt blieben dagegen die durchschnittlichen Erlöse der Branche. Diese sanken gegenüber dem ersten Dreivierteljahr 2019 um insgesamt 6,3 Prozent.

 

Auch die Entwicklungen auf der Kostenseite tragen zur Verfestigung des wirtschaftlichen Drucks auf die Wellpappenbranche bei. Zwar sanken die Preise für den wichtigsten Rohstoff, das Wellpappenrohpapier, im dritten Quartal um rund 9 Prozent, nachdem sie zuvor um etwa 5 Prozent gestiegen waren. Jedoch wirkt sich die derzeitige, teils dramatische Papierknappheit direkt auf die Kosten aus.

„Nach ersten Erhöhungen um 50 Euro pro Tonne sind, aktuellen Medienberichten zufolge, weitere Preiserhöhungen von bis zu 50 Euro pro Tonne für Frischfaserpapiere sowie von 20 Euro pro Tonne für Rohpapiere auf Altpapierbasis angekündigt. In anderen relevanten Bereichen wie Personal, Fracht und Logistik rechnet unsere Industrie für das Gesamtjahr 2020 mit Kostensteigerungen von durchschnittlich 2,5 Prozent", so Wolfrum. „Damit steht unsere Branche, unabhängig von den zusätzlichen Belastungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie, weiterhin vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen.“

 

www.vdw-da.de

 

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