Innovative Papierlösung für Masken
Startup in Neudrossenfeld entwickelt Gesichtsmasken aus Papier

23.04.2020 Das Startup-Unternehmen one2safe in Neudrossenfeld bringt zum Schutz vor dem Coronavirus Gesichtsmasken aus Papier auf den Markt. Pro Tag könnten bis zu eine Million Exemplare am Firmensitz produziert werden, teilte das Unternehmen mit.

Ein Frau trägt eine Gesichtsamaske aus weißem Papier mit der Aufschrift "Trag Du sie für mich. Ich trag sie für Dich".
© Foto: one2safe/Christiane Kollin
Ein Frau trägt eine Gesichtsamaske aus weißem Papier mit der Aufschrift "Trag Du sie für mich. Ich trag sie für Dich".

Das Startup-Unternehmen one2safe in Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach hat Einweg-Gesichtsmasken aus Papier entwickelt. Die Papiermasken zum Zusammenstecken werden maschinell gedruckt und weiterverarbeitet. Das Unternehmen sei in der Lage, sie in einer hohen Stückzahl am Firmensitz in Neudrossenfeld zu produzieren, heißt es. "Wir können aktuell bis zu einer Million Masken pro Tag herstellen", teilte das Startup mit.


Eine Papiermaske kostet 49 Cent

Das Unternehmen werde die Maske zu einem "verhältnismäßig niedrigen Preis" anbieten, heißt es weiter. Eine Papiermaske kostet, inklusive Online-Versand, 49 Cent. Die Mindestbestellmenge beträgt zehn Stück. Je mehr Masken geordert werden, desto günstiger wird der Stückpreis. Bei Bestellung von einer Million Masken reduziert sich der Preis auf 19 Cent pro Maske. Bisher hat das Unternehmen 800.000 Papiermasken hergestellt. Die Produktion begann kurz nach Ostern.


Erklär-Video auf der Homepage

Die Maske wird mit zwei seitlichen Papierstreifen am Hinterkopf verschlossen. Wie das geht, zeigt ein Erklär-Video auf der Homepage. Da die Masken komplett aus Papier bestehen, können sie gesammelt und recycelt werden. Die Papiermasken wurden als Gebrauchsmuster beim Patentamt angemeldet.


Maskenspender in Geschäften geplant

Die Masken können mit Werbung oder Botschaften bedruckt werden. Das Startup-Unternehmen will auch Maskenspender anbieten. Sie sollen in Ladengeschäften aufgestellt werden. Kunden könnten sich dort bedienen. Außerdem plant one2safe, die Masken in Verpackungen als Handelsware anzubieten.


Keine medizinischen Schutzmasken

Die Masken seien zum einmaligen Gebrauch gedacht, teilt das Unternehmen auf seiner Homepage mit. Die Gesichtsmasken seien also keine medizinischen Atemschutzmasken. Auch seien sie nicht zertifiziert. Sie reduzierten aber die Infektion mit Viren durch Tröpfchen. Beim Einkaufen und im Personennahverkehr die Papiermasken zu tragen, sei deshalb sinnvoll.

 

Quelle: BR24

 

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