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Optimismus in der papier- und folienverarbeitenden Industrie

03.05.2018 Freude und gleichermaßen Sorge: Die papier- und folienverarbeitende Industrie freut sich über Wachstum und Umsatz, sorgt sich aber gleichzeitig um die Materialpreise und -versorgung und die Personalentwicklung.

Multibel einsetzbar und daher nicht für den Müll geeignet: so sieht der IPV die Papiertüte.
© Foto: IPV
Multibel einsetzbar und daher nicht für den Müll geeignet: so sieht der IPV die Papiertüte.
Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Papier- und Folienverpackung blicken optimistisch in das neue Geschäftsjahr 2018, wie eine Branchenumfrage des Verbands ergibt. Die Erwartungen an den Umsatz sind höher als im Vorjahr. Kostensteigerungen, vor allem für Rohstoffe und für Personal, trüben allerdings das positive Bild. Die Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr auf hohem Niveau aufgestockt. Die Unternehmen sehen sich gut aufgestellt.

Ein Viertel der Befragten gehen von einer besseren Geschäftsentwicklung und über zwei Drittel von höheren Umsätzen als im Vorjahr aus. Die Entwicklung der Rohstoffkosten verdunkelt allerdings das positive Gesamtbild. Die Materialkosten sind der wesentliche Kostenblock dieser Industrie. Während die Kunststoffrohstoffpreise moderat steigen, stellt die Preis- und Mengenentwicklung im Papiermarkt die Verpackungsindustrie vor große Herausforderungen: Die Papierfabriken sind in weiten Strecken überbucht. Die Nachfrage übersteigt deutlich das Angebot. Die Preisspirale dreht sich nach oben. Viele Papierfabriken können selbst nur schwerlich Rohstoffe zu höheren Preisen beschaffen.

Bei der Anzahl an Beschäftigten gaben die Hälfte der Unternehmen eine gleichbleibende Tendenz und rund ein Drittel einen Anstieg im Rückblick auf 2017 an. Für das neue Geschäftsjahr ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Steigende Löhne und Gehälter zusammen mit höheren Rohstoffkosten sowie die allgemein angespannte Lage am Arbeitsmarkt bremsen hier etwas die Dynamik.

Klaus Jahn, Vorstandssprecher des IPV, sagt: „Die insgesamt erfreuliche Entwicklung unserer Branche kann sich in diesem Jahr fortsetzen, wenn die Kostenerhöhungen nicht zu massiv ausfallen. Die Investitionsbereitschaft in den Unternehmen ist ungebrochen hoch. Wir setzen auch weiterhin auf ausgefeilte Technologien und auf gut qualifizierte Mitarbeiter. Wir investieren in der Breite und in der Tiefe in den Nachwuchs und sind uns bewusst, dass die Kosten für Ausbildung und Facharbeiterqualifizierung überproportional steigen werden. Trotz der schwierigen Situation auf dem Personalmarkt sind unsere Mitgliedsunternehmen wachstumsstark und robust aufgestellt und bauen auf Innovationen.“

Die gesamte Verpackungsindustrie konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der guten Konjunktur und von dem Wachstum in Deutschland profitieren. Der Produktionswert der Branche ist um knapp einen Prozentpunkt auf 32,1 Mrd. € gestiegen. Die Produktionsmengen haben sich ebenfalls leicht erhöht.

www.ipv-verpackung.de
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