GADV
Markt für Verpackungen 2020 leicht rückläufig

16.09.2021 Nach Angaben des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV) wurden im Jahr 2020 rund 19 Millionen Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 0,7 Prozent. Auch der Produktionswert nahm um 2,5 Prozent ab und lag 2020 bei rund 32 Mrd. EUR.

GADV: „Klimaneutralität ganz oben auf der Agenda.“
© Foto: IMAGO / Westend61
GADV: „Klimaneutralität ganz oben auf der Agenda.“

Nach Angaben des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV) wurden im Jahr 2020 rund 19 Millionen Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 0,7 Prozent. Auch der Produktionswert nahm um 2,5 Prozent ab und lag 2020 bei rund 32 Mrd. EUR. Wie in den Jahren zuvor generierten die Kunststoffverpackungen mit einem Anteil von rund 45 Prozent den größten Anteil am Produktionswert, mengenmäßig waren die Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe mit rund 47 Prozent die größte Packmittelfraktion.

 

Bei der Produktion zeigt sich bei den Packmittelfraktionen ein geteiltes Bild: Die Glasverpackungen verzeichnen einen Zuwachs von 0,9 Prozent. Rückläufig war dagegen die Produktion bei den Verpackungen aus Aluminium (minus 3,4 Prozent), Stahl (minus 5,7 Prozent) sowie aus Kunststoff (minus 2,0 Prozent). Die Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton erzielten weder Verluste noch Zuwachs und erreichten damit das Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum.

 

Minus bei Papier, Pappe, Karton

 

Auch beim Produktionswert zeigt sich ein ähnliches Bild: Einen Zuwachs verzeichnen im Jahr 2020 nur die Glasverpackungen (plus 3,4 Prozent). Rückläufig war dagegen der Produktionswert bei den Verpackungen aus Aluminium (minus 1,9 Prozent), Kunststoff (minus 2,7 Prozent), Stahl (minus 3,2 Prozent) sowie Papier, Pappe und Karton (minus 3,2 Prozent). „Das Thema Klimaneutralität steht bei den Herstellern von Verpackungen ganz oben auf der Agenda“, sagt Johann Overath, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Glasindustrie e.V. und GADV-Sprecher. „Die ambitionierten Klimaziele von EU und Deutschland forcieren den Einsatz alternativer Energieträger bei der Verpackungsherstellung und beschleunigen den Weg von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft. Eine Entwicklung, die auch vom Handel und den Endverbrauchern getragen wird, denn Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Verpackungen sind für viele Konsumenten wichtige Kriterien für eine Kaufentscheidung. Durch die Coronapandemie ist zudem vielen Verbrauchern noch einmal bewusst geworden, dass Verpackungen eine wirksame Barriere bilden und Lebensmittel und Getränke vor Umwelteinflüssen schützen“, so Overath.

 

Der GADV ist die Arbeitsgemeinschaft der Branchenverbände der Hersteller von Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe, Kunststoff, Glas, Stahl und Aluminium. Mit rund 900 Mitgliedsunternehmen repräsentieren die Trägerverbände des GADV mehr als 80 Prozent des Produktionswertes der deutschen Packmittelindustrie. Der GADV ist das Sprachrohr der deutschen Verpackungsindustrie – insbesondere zu materialübergreifenden, wirtschaftspolitischen und fachlichen Fragen. Das Sekretariat des GADV führt der Bundesverband Glasindustrie e.V., Düsseldorf.

 

Mitglieder des GADV sind:

 

• Bundesverband Glasindustrie (BV Glas) e.V.

• Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) e.V.

• Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) e.V.

• Verband Metallverpackungen (VMV) e.V.

• Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung (WPV) e.V.

 

info@bvglas.de

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