Kuraray
Natürliche Fasern statt Plastik

16.07.2020 Kuraray startet mit seinen PVOH (Polyvinylalkohol)-Marken eine Partnerschaft beim VTT-Projekt „Piloting Alternatives for Plastics“.

Fossile Kunststoffe mit nachhaltigen Fasern ersetzen: Auf der Versuchsanlage bei VTT in Jyväskylä (Finnland) testet das Forschungsteam gemeinsam mit 56 Partnern des Projektes „Piloting Alternatives for Plastics“ wie sich Kunststoffe in Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen ersetzen lassen.
© Foto: VTT
Fossile Kunststoffe mit nachhaltigen Fasern ersetzen: Auf der Versuchsanlage bei VTT in Jyväskylä (Finnland) testet das Forschungsteam gemeinsam mit 56 Partnern des Projektes „Piloting Alternatives for Plastics“ wie sich Kunststoffe in Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen ersetzen lassen.

Fossile Kunststoffe sind wegen ihrer Eigenschaften wie der sehr guten Formbarkeit und Elastizität für viele Anwendungen bisher unverzichtbar. Gleichzeitig fordern Verbraucher, erdölbasierte Kunststoffe nachhaltig zu ersetzen. Für Kuraray ist der schonende Umgang mit der Umwelt eine wichtige Aufgabe. Daher beteiligt sich der Spezialchemie-Hersteller mit Europa-Sitz in Hattersheim nun gemeinsam mit 56 Projektpartnern wie Tetra-Pak, UPM sowie dem Hygieneartikelhersteller Kimberly-Clark an der von der Europäischen Union (EU) geförderten Forschungsinitiative „Piloting Alternatives for Plastics“. Unter der Leitung des finnischen Forschungsinstituts VTT sollen in dem 3-Jahres-Projekt im Labor entwickelte Materialien aus natürlichen Fasern verstärkt in industrielle Anwendung gebracht werden – etwa für Lebensmittelverpackungen, Filter, Textilien sowie Wisch-, Hygiene- und Baumaterialien. Die PVOH-Werkstoffe der Kuraray Marken Kuralon, Kuraray Poval sowie Exceval können die Stabilität dieser Fasernetzwerke wesentlich verbessern und lassen sich als Schaumbildner einsetzen. Neben seinen Werkstoffen und seiner Expertise investiert Kuraray auch 60.000 Euro in die Forschungsinitiative.

 

„Wir pflegen mit den Experten von VTT eine enge Zusammenarbeit. Bei einem früheren gemeinsamen Programm konnten wir zeigen, welche neuen Potenziale unsere Werkstoffe von Kuraray Poval und Kuralon als Schaumbildner und Festigkeitsmittel für die Papierherstellung eröffnen. Die Ergebnisse wurden unter anderem auf der Papercon 2017 in Minneapolis (USA) vorgestellt“, sagt Jens-Mikael Gottberg, Regional Marketing Manager bei Kuraray. „Gemeinsam mit dem VTT-Forschungsteam und unseren Partnern im Projekt Piloting Alternatives for Plastics zeigen wir nun, welche Möglichkeiten biobasierte Materialien wie Cellulosefasern beim Ersatz von Kunststoffen bieten. Mit ihren besonderen Eigenschaften können die PVOH-Materialien von Kuraray Poval sowie die PVOH-Fasern unserer Marke Kuralon die Leistungsfähigkeit von Fasernetzwerken in zahlreichen Anwendungen deutlich verbessern.“

 

PVOH für starke Fasernetzwerke

 

Die PVOH-Werkstoffe der Marken Kuraray Poval sowie Exceval zeichnen sich mit ihrer guten Haftung an Zellulose, Klebekraft und ihrem guten Filmbildungsverhalten aus. Diese einzigartigen Eigenschaften machen die Materialien ideal für eine Vielzahl von Anwendungen bei der Papierherstellung und werden unter anderem für die Produktion von Grafik-, Thermo- und Tintenstrahlpapier sowie Gewebe- und Trennpapier verwendet. „Für ,Piloting Alternatives for Plastics‘ bietet insbesondere unser neuer Materialtyp Kuraray Poval 200-88 KX Vorteile“, sagt Heiko Mack, Head of Poval Business bei Kuraray. „Mit seinem hohen Molekulargewicht besitzt das PVOH-Material sehr gute Filmbildungseigenschaften und verleiht Fasernetzwerken eine ausgezeichnete Zugfestigkeit und Elastizität. Darüber hinaus ist der Werkstoff wie alle Materialien unserer Marken Kuraray Poval sowie Exceval biologisch abbaubar – das passt natürlich sehr gut zu der Zielsetzung der Initiative.“

 

Das Projekt „Piloting Alternatives for Plastics“ läuft bis zum Jahr 2023 und wird jeweils zu gleichen Teilen von der Europäischen Union, der finnischen Regierung sowie den 56 internationalen Projektpartnern getragen. Kuraray beteiligt sich an dem Projekt mit 60.000 Euro. „Mit Materialien wie der bio-basierten Barrierefolie Plantic sowie dem Bio-Elastomer Liquid Farnesene Rubber bietet Kuraray bereits eine Reihe nachhaltiger und leistungsfähiger Alternativen zu fossilen Kunststoffen“, betont Heiko Mack. „Mit dem Forschungsprojekt ,Piloting Alternatives for Plastics‘ bauen wir nun unsere Expertise im Bereich cellulosebasierter Netzwerke weiter aus und entwickeln daraus ganz neue Anwendungsmöglichkeiten für unsere Materialien.“

 

Über Kuraray

Die Kuraray Europe GmbH wurde 1991 gegründet. Sie hat ihren Hauptsitz in Hattersheim bei Frankfurt am Main und erwirtschaftete 2019 einen Jahresumsatz von 661 Millionen Euro. Bundesweit sind mehr als 700 Mitarbeiter an den Standorten Hattersheim, Frankfurt und Troisdorf für Kuraray im Einsatz. Kuraray ist ein weltweit tätiges Spezialchemie-Unternehmen und zählt zu den größten Anbietern von Polymeren und synthetischen Mikrofasern für viele Industriezweige, wie zum Beispiel KURARAY POVAL™, Mowital®, Trosifol® oder CLEARFIL™. Hinzu kommen weitere 200 Mitarbeiter an sechs europäischen Standorten, die sich ebenfalls um die Entwicklung und Anwendung innovativer Hochleistungsmaterialien für zahlreiche Branchen wie die Automobil-, Papier-, Glas- und Verpackungsindustrie sowie für Architekten oder Zahnärzte kümmern.

 

www.kuraray.eu

 

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