Ein Füllstoff aus Asche
UPM Schongau wird mit Umweltpreis ausgezeichnet

13.12.2018 UPM und das Duisburger Unternehmen SMI haben gemeinsam am Standort Schongau ein Verfahren zur Herstellung eines ressourcenschonenden Calciumcarbonats (PCC) entwickelt.

Umweltpreis Verleihung an UPM (v.l.): Geschäftsführer des KUMAS e. V., Thomas Nieborowsky, Michael Heberle (UPM Schongau), Michael Kröber (Specialty Minerals ZN der Minteq International GmbH), Hendrik Krois (UPM Schongau), Heiko Hilbert (UPM Schongau), Wolfgang Ohnesorg (Werksleiter UPM Schongau), 1. Vorsitzender des KUMAS e. V., Dr.-Ing. Joachim Knüpfer (HPC AG)
© Foto: Bild: KUMAS/Schöllhorn
Umweltpreis Verleihung an UPM (v.l.): Geschäftsführer des KUMAS e. V., Thomas Nieborowsky, Michael Heberle (UPM Schongau), Michael Kröber (Specialty Minerals ZN der Minteq International GmbH), Hendrik Krois (UPM Schongau), Heiko Hilbert (UPM Schongau), Wolfgang Ohnesorg (Werksleiter UPM Schongau), 1. Vorsitzender des KUMAS e. V., Dr.-Ing. Joachim Knüpfer (HPC AG)
Im Papierherstellungsprozess wird traditionell Calciumcarbonat als Füllstoff eingesetzt. Calciumcarbonat wird aus Branntkalk gewonnen, der durch energieintensives Brennen von natürlichem Kalkstein entsteht und dabei erhebliche Mengen an CO2 freisetzt.

Mit dem neuartigen Verfahren wird der teilweise oder komplette Austausch des Branntkalks durch ein mineralisches Nebenprodukt ermöglicht. Dabei wird Asche aufbereitet, die bei der Verbrennung von Reststoffen aus dem Altpapieraufbereitungsprozess im UPM Heizkraftwerk anfällt. Der daraus entstehende „Recycling-Füllstoff“ kann anschließend bei der Papierproduktion eingesetzt werden.

„Das bei der Verbrennung anfallende Kohlendioxid (CO2) wird im Herstellungsprozess wieder an den frisch erzeugten Füllstoff gebunden und dadurch nicht an die Umwelt abgegeben. Zudem wird neben dem natürlichen Rohstoff Kalkstein eine erhebliche Menge Energie durch die Wiederverwendung des aschebasierten Recyclingfüllstoffes eingespart. Hinzu kommt eine signifikante Reduzierung des Transportaufkommens. Für uns ist das ein hervorragendes Beispiel für Innovation und Ressourceneffizienz. Das Verfahren stellt damit einen weiteren Baustein zur Schließung des Rohstoffkreislaufes dar“, so Heiko Hilbert, der das Projekt für UPM Schongau leitet.

Durch das innovative Kreislaufwirtschaften kommt der Biofore-Ansatz von UPM voll zur Geltung. So wird kontinuierlich versucht, Rohstoffe in ihrer Gesamtheit zu nutzen. Der UPM Unternehmensleitsatz „Beyond Fossils“ bringt außerdem die Kompetenz des Unternehmens bei erneuerbaren und wiederverwertbaren Rohstoffen zum Ausdruck.

„Wir verfolgen den Ansatz einer regenerativen Kreislaufwirtschaft, bei der Abfälle, Emissionen und der Einsatz von Wasser und Energie minimiert werden. Dies führt dazu, dass wir die von der Bundesregierung für 2030 angestrebten Bioökonomieziele auf innovative und kreative Weise umsetzen und uns langfristig einer Zero-Waste Strategie annähern“, so Wolfgang Ohnesorg, Werksleiter bei UPM in Schongau und Ettringen.

Für das Verfahren, mit dem die Asche in den ressourcenschonenden Füllstoff umgewandelt werden kann, erhielt UPM Schongau nun die Auszeichnung „KUMAS-Leitprojekt 2018“. Der Förderverein KUMAS –Kompetenzzentrum Umwelt e.V. vergibt diese jährliche Auszeichnung seit 1998. Leitprojekte des KUMAS UMWELTNETZWERKS sind Verfahren, Produkte, Dienstleistungen, Konzepte, Entwicklungen oder Forschungsergebnisse, die in besonderem Maße geeignet sind, Umweltkompetenz "Made in Bavaria" zu demonstrieren.

UPM Schongau

UPM Schongau liegt in einer Flussschleife des Lechs in der oberbayerischen Stadt Schongau. Hier werden Zeitungsdruckpapiere, Buchdruckpapiere sowie hoch füllstoffhaltige Naturpapiere zur Herstellung von Zeitungen, Zeitungsbeilagen, Anzeigenblättern, Prospekten, Illustrierten und Katalogen produziert.
Rund 540 Mitarbeiter und drei moderne Papiermaschinen bringen jährlich bis zu 740.000 Tonnen Rollendruckpapiere auf den Weg in Zeitungsdruck- und Verlagshäuser sowie Rollendruckereien auf der ganzen Welt.

www.upm.de

stats