Altpapiermarkt China
Auswirkungen des 25%igen Einfuhrzolls auf US amerikanisches Altpapier

30.08.2018 Der weltweit tätige Verband für Wellpappenrohpapiere, World Containerboard Organisation/ Brüssel, berichtet, dass die Volksrepublik China 25% Einfuhrzölle u.a. auf den Import von US amerikanischem Altpapier mit Wirkung vom 23. August 2018 erhebt.

AP Monitoring
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Die chinesische Reaktion – so der Verband - kam prompt, kurz nachdem die USA ihre Zölle verhängt hatten. Nach Angaben offizieller chinesischer Behörden  hätten die USA den größten Handelskrieg in der Geschichte angezettelt. China habe gar keine andere Wahl als zum Gegenschlag auszuholen.

Diese hohe Einfuhrsteuer, die freilich für Experten nicht unerwartet kam, habe offiziell nahezu zum Stillstand der Altpapierimporte mit Provenienz USA geführt. Darüberhinaus hatte die Volksrepublik China bereits Ende 2017/ Anfang 2018 die Störstoffanteile für Altpapier auf 0,5% herunter gesetzt, ein K.O.- Kriterium, das faktisch einem Importverbot gleich kam. Die chinesischen Maßnahmen haben zwangsläufig weltweit zu großer Verunsicherung geführt.

Unabhängig davon würden aber einige chinesische Papierhersteller nach wie vor ihren Altpapierbedarf aus US amerikanischen Papierimporten decken. Gegenüber nationalem Altpapier – sofern dies überhaupt ausreichend gesammelt werden kann -  sei dies die noch immer kostengünstigere Variante.  Davon abgesehen könne die Nachfrage an Frischfasern ohnehin nicht durch nationale Lieferungen gedeckt werden. Die Folge: die Preise für US Altpapier als solches bleiben stabil. Darüber hinaus sei auch damit zu rechnen, dass US amerikanisches Altpapier sich noch andere Kunden suchen wird.

Der Verband teilt ferner mit, dass der Chinesische Zoll bzw. die damit beauftragte Stelle (China Cuslink Co Ltd) seit 2 Monaten (generell) keine Import/ Export–Statistiken mehr veröffentlicht hat, was vor dem Hintergrund des Handelsdisputs mit den USA gesehen werden müsse. Als offizielle Begründung werden freilich „technische Gründe“ angegeben. Der Verband geht von weiteren Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Statistiken aus.

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