Bio-Lutions
Kompostierbare Verpackungen aus Agrarresten

28.10.2020 Bio-Lutions, Hersteller von kompostierbaren Verpackungen aus Agrarresten, baut in Schwedt/Oder eine neue Produktionsstätte, in der künftig für den europäischen Markt produziert wird.

Im September dieses Jahres erfolgte der erste Spatenstich für die neue Bio-Lutions-Produktion, am 22. Oktober wurde die offizielle Grundsteinlegung gefeiert.
© Foto: Bild: Freyler
Im September dieses Jahres erfolgte der erste Spatenstich für die neue Bio-Lutions-Produktion, am 22. Oktober wurde die offizielle Grundsteinlegung gefeiert.
Konzept, Planung und Ausführung des mehrere Bauabschnitte umfassenden Projekts liegt in den Händen von Freyler Industriebau Berlin/Brandenburg. Fertigstellung der ersten etwa 1.830 m2 großen Produktionshalle ist für Frühjahr 2021 geplant. Weitere Bauabschnitte werden folgen, u.a. mit einer ca. 15.000 m2 großen Halle sowie 700 m2 Bürofläche. „Der Zeitplan ist eng gesteckt“, erklärt Eduardo Gordillo, Firmengründer von Bio-Lutions, „denn schon Mitte kommenden Jahres sollen die ersten Produkte aus Schwedt lieferbar sein.“ Dann tritt nämlich die EU-Verordnung in Kraft, die die Nutzung von Einweg-Besteck und Einweg-Geschirr aus Kunststoffen verbietet.

Entsprechend zügig mussten auch Konzept und Bauplanung stehen. „Im August 2019 haben wir uns bei einem Freyler Konzepttag intensiv mit Bio-Lutions ausgetauscht, im Herbst erfolgte die Planung für den ersten Bauabschnitt“, berichtet Jens Wollschläger, Geschäftsbereichsleiter Freyler Industriebau Berlin/Brandenburg. Die Baugenehmigung wurde im Frühjahr 2020 erteilt. Mit der neuen Produktionshalle entstehen im ersten Schritt etwa 40 neue Arbeitsplätze. Die Produktionshalle wird durch ihr Stahl-Tragwerk eine Spannweite von 27 m besitzen und mit innenliegenden Sandwichpaneel-Wänden in drei Bereiche unterteilt. 

Auf dem 7.841 m2 großen Grundstück ist zudem noch Platz für eine weitere Halle und ein Bürogebäude – diese sollen bis 2022 in zwei weiteren Bauabschnitten realisiert werden. Dann erwartet Eduardo Gordillo auch ein Wachstum der Belegschaft auf bis zu 200 Mitarbeiter. „Insgesamt wollen wir künftig in zwölf Produktionslinien etwa 72.000 Tonnen unseres Bio-Materials verarbeiten“, führt er weiter aus.

Die Forschung von Bio-Lutions ist bereits seit einigen Jahren mit einer Testproduktion in Schwedt angesiedelt und hat unter anderem die innovative Fasertechnologie mitentwickelt, auf deren Basis jetzt die nachhaltigen Einwegprodukte produziert werden. Vor zwei Jahren eröffnete die erste Fabrik in Indien, mit Schwedt folgt nun der zweite Produktionsstandort. Hier kommt nun eine spezielle Technik zum Einsatz, die kaum noch Wasser im Produktionsprozess benötigt.

www.bio-lutions.com

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