Papierfabrik August Koehler
Staatssekretärin besucht Papierfabrik August Koehler in Oberkirch

18.07.2019 „Sie haben in jeder Hinsicht ausgezeichnete Möglichkeiten“, zeigte sich Rita Schwarzelühr-Sutter beeindruckt von der Präsentation in der Papierfabrik August Koehler. Die Parlamentarische Staats-sekretärin im Bundesumweltministerium war auf Einladung des Vorstands nach Oberkirch gekom-men, um sich ein Bild von den Aktivitäten des Familienunternehmens zu machen.

von links: Friedrich von Ploetz (Geschäftsbereichsleiter Koehler Innovative Solutions), Eckhard Kallies (Spartenleiter Flexible Verpackungspapiere), Rita Schwarzelühr-Sutter (MdB), Christoph Müller-Stoffels (Pressesprecher, Leiter Marketing und Kommunikation), Kai Furler (Vorstandsvorsitzender) / Bildrechte: Koehler Paper Group
© Foto: Koehler Paper Group
von links: Friedrich von Ploetz (Geschäftsbereichsleiter Koehler Innovative Solutions), Eckhard Kallies (Spartenleiter Flexible Verpackungspapiere), Rita Schwarzelühr-Sutter (MdB), Christoph Müller-Stoffels (Pressesprecher, Leiter Marketing und Kommunikation), Kai Furler (Vorstandsvorsitzender) / Bildrechte: Koehler Paper Group

 

 

Nachhaltigkeit Teil der Unternehmensstrategie

In einer kurzen Präsentation erläuterte Kai Furler, der Vorstandsvorsitzende von Koehler und Reprä-sentant der achten Unternehmergeneration, die Strategie des Unternehmens, die sich bereits seit einigen Jahren konsequent am Thema Nachhaltigkeit ausrichtet. Dabei ging er nicht nur auf die Pa-piersparten ein, sondern auch auf Innovation, erneuerbare Energie und neue Geschäftsbereiche, die sich Koehler erschließt.

Insbesondere der Bereich der Papiere für flexible Verpackung ist hier von großer Bedeutung und Treiber für die Großinvestition des Unternehmens am Standort in Kehl. Koehler steigt in die Produk-tion dieser Papiere ein und entwickelt Barrierepapiere, die durch Auftragen von Substanzen die Funktionen von Kunststoff in Verpackung ersetzen können. „Der Vorteil ist, dass diese Papiere dem Altpapier zugeführt werden können“, sagt Furler.

 

 

Papier: klassischer Rohstoff für das Recycling

Furler und Schwarzelühr-Sutter sind sich einig, dass dem Werkstoff Papier eine wichtige Rolle bei der Schließung von Stoffkreisläufen zukommt. Papier ist seit jeher ein Werkstoff, der sich hervorragend für ein Recycling eignet. Für Papier gibt es hierzulande effektive und gut funktionierende Recycling-systeme. In Deutschland werden gemessen am Gesamtpapierverbrauch rund 75 Prozent des Papiers recycelt. Papier kann gut und mehrfach recycelt werden. Papiere auf Basis von recyclierten Fasern aus Altpapier haben einen zusätzlichen ökologischen Vorteil und werden dort sinnvoll eingesetzt, wo nicht 100 Prozent Frischfaseranteil notwendig ist, wie das für Anwendungen mit direktem Lebensmit-telkontakt notwendig ist. Außerdem wird zur Herstellung von Papier ein unbegrenzt nachwachsender Rohstoff eingesetzt, der nicht mit der Anbaufläche für die Lebensmittelproduktion konkurriert.

Auch im Bereich der erneuerbaren Energien hat Koehler viele spannende Ansätze. Nicht nur konnte das Unternehmen kürzlich den Grundstein für ein weiteres Biomasse-Heizkraftwerk legen, auch für die beiden mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke an den Standorten Oberkirch und Greiz gibt es vielversprechende Ansätze, um der Kohle den Rücken zu kehren und so die Erreichung der nationalen Klimaziele zu unterstützen.

 

 

Mittelstand ist Rückgrat der deutschen Wirtschaft

Gerade auch der Energiebereich liegt der Staatssekretärin am Herzen, kam sie doch über die Anti-Atomkraft-Bewegung selbst zur Politik. Die 56-jährige Sozialdemokratin hat ihren Wahlkreis in Waldshut-Hochschwarzwald und ist seit 2005 Mitglied des deutschen Bundestags. Außerdem ist sie die erste Frau an der Spitze des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Dass die Politik für ihre Bemühungen mit Koehler einen starken und höchst innovativen Partner hat, wurde bei dem Besuch ebenso deutlich, wie die Tatsache, dass mittelständische Unternehmen auch die Unterstützung der Politik benötigen. Schließlich bilden sie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

 

 

Mehr zur Koehler Paper Group:

Die Koehler Paper Group ist nicht nur einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialpapieren, sondern bewegt sich mit der neuen Papiermaschine PM 8 auch in den Bereich der Papiere für flexible Verpackungen. Ziel ist es, nicht wiederverwertbares Plastik durch Papier und wiederverwertbare oder kompostierbare Verbundstoffe zu ersetzen.

An seinen vier Standorten produziert Koehler mit über 1.800 Mitarbeitern mehr als 500.000 Tonnen verschiedener Spezialpapiere und betreibt gleichzeitig verschiedene Kraftwerke, um die Energie für die Papierherstellung mittelfristig zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gewinnen zu können.

Teil des Unternehmens ist eine große Abteilung für Forschung und Entwicklung, die unter anderem das erste für den Lebensmittelkontakt zugelassene Thermopapier entwickelt hat. Zu den derzeitigen Aufgaben zählt die Entwicklung funktionaler Oberflächen, die durch ihre Barriere-Eigenschaften Kunststoff in Verpackungen ersetzen sollen.

www.koehlerpaper.com

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