Kraftpapier- und Papiersackindustrie
Deutliche Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von Papiersäcken

24.02.2021 Die europäische Kraftpapier- und Papiersackindustrie hat weitere Anstrengungen unternommen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verbessern. In nur drei Jahren, zwischen 2015 und 2018, wurde die Kohlenstoffintensität eines einzelnen Papiersacks um 8% reduziert.

© Foto: Eurosac/CEPI
Dies wird durch die jüngste Analyse des CO2-Fußabdrucks auf europäischen Papiersäcken abgeschlossen, die vom schwedischen Forschungsinstitut RISE im Auftrag der European Paper Sack Research Group (ESG), einer Zusammenarbeit zwischen EUROSAC und CEPI Eurokraft, durchgeführt wurde. Eine Infografik zeigt die wichtigsten Ergebnisse.

Der kürzlich veröffentlichte Bericht von RISE über den fossilen CO2-Fußabdruck durchschnittlicher europäischer Papiersäcke fasst eine beeindruckende Leistung zusammen: In diesem Dreijahreszeitraum verbesserte die Industrie ihre Emissionen in den folgenden Produktionsphasen von der Wiege bis zum Werkstor um 8% von 92 g CO2e bis 85 g CO2e. Ein Teil der Erklärung hierfür sind Leichtgewichtseffekte, die auf einer verbesserten Papierqualität und einer Verringerung des Anteils anderer Materialien wie Kunststofffolien im Papiersack beruhen. Pro Tonne Sackkraftpapier verringerte sich die Auswirkung auf fossilen Kohlenstoff von 458 kg CO2e im Jahr 2015 um 0,5% auf 455 kg CO2e im Jahr 2018. Die bei der Kraftpapierherstellung entstehenden Emissionen machen 66% des gesamten CO2-Fußabdrucks jedes einzelnen Papiersacks aus.

 

Ziel des EU-Aktionsplans überschritten

Wenn man die Daten über einen längeren Zeitraum betrachtet, gibt es einen konsistenten Abwärtstrend bei den Auswirkungen fossilen Kohlenstoffs von durchschnittlichem europäischem Sackkraftpapier und Papiersäcken. Es übertrifft sogar die im EU-Klimaschutzplan festgelegten Ziele, die Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2020 um 20% zu senken. In nur 11 Jahren (von 2007 bis 2018) wurde die Auswirkung von fossilem Kohlenstoff pro Tonne Sackkraftpapier gesenkt um 20% (von 570 kg CO2e auf 455 kg CO2e). Mit einer Verbesserung von 28% (von 118 g CO2e auf 85 g CO2e) ist das Ergebnis für Papiersäcke noch bedeutender. Die Anstrengungen der europäischen Kraftpapier- und Papiersackindustrie zur kontinuierlichen Verbesserung ihres Umweltdrucks werden in den kommenden Jahren ebenso hoch sein. „Mit einer Reduzierung der Emissionen um 40% bis sogar 55% hat sich die Europäische Union ein ehrgeiziges Ziel für 2030 gesetzt“, sagt Catherine Plitzko-Kerninon, Generaldelegierte von EUROSAC. „Papiersäcke sind eine kohlenstoffarme, kreisförmige und biobasierte Verpackungslösung - dies ist ein guter Ausgangspunkt für unsere Branche, um zu ihrer Erreichung beizutragen.“

 

Klimafreundliche und effiziente Produktion

Ein Schlüsselfaktor ist eine klimafreundliche Produktion: Bereits heute ist die Herstellung von Sackkraftpapier in hohem Maße energieautark: 77% des gesamten Energiebedarfs (Wärme und Strom) wird vor Ort erzeugt. Hinzu kommt, dass bei der Produktion ein hohes Maß an erneuerbaren Energiequellen verwendet wird: 89% der Brennstoffe sind erneuerbar und werden zur Erzeugung von Wärme, Dampf und Strom verwendet. Die meisten von ihnen, dh 81%, werden als Nebenströme des Zellstoff- und Papierherstellungsprozesses erzeugt.

 

Positive Klimaauswirkungen mit erweiterten Systemgrenzen

Bei der Ausweitung der Analyse auf die Einbeziehung biogener Treibhausgasemissionen und -entfernungen in die Berechnung wären Papiersäcke bereits heute klimapositive Verpackungslösungen. Biogene Emissionen entstehen durch Verbrennung oder Abbau von Biokraftstoffen und biobasierten Produkten. Die Entfernungen beziehen sich auf die Kohlenstoffbindung, die mit der Waldbewirtschaftung, der Herstellung von Biokraftstoffen und biobasierten Nichtfasereinträgen verbunden ist. Im Jahr 2018 entfallen auf den biogenen CO2-Fußabdruck von der Wiege bis zum Tor –120 g CO2e pro Papiersack. In Kombination mit dem fossilen CO2-Fußabdruck von 85 g CO2e pro Sack von der Wiege bis zum Tor würde das Ergebnis sogar bei –35 g CO2e pro Papiersack liegen, was sich positiv auf das Klima auswirkt.

Die wichtigsten Daten der Studie sind in einer Infografik zusammengefasst. Ein Fact Sheet enthält weitere Hintergrundinformationen zur Analyse. Alle Dokumente stehen auf den Websites CEPI Eurokraft und EUROSAC zum Download zur Verfügung:

www.cepi-eurokraft.org

www.eurosac.org

 

 

 

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