Herma auf der Logimat 2020
Neues Etikettiersystem für Versandetiketten

16.01.2020 Wie sich das Wachstum im E-Commerce im Hinblick auf die benötigten Versandetiketten umweltverträglicher gestalten lässt, zeigt der Selbstklebespezialist Herma auf der Logimat 2020 – mit einem Etikettiersystem, das völlig ohne Trägermaterial auskommt, jedoch prozesssicher in der hohen Taktzahl arbeitet, die in modernen Logistikzentren gefordert ist.

Ein noch ungewohntes Bild: ein Etikettierer ohne die zweite Rolle, die sonst das nicht mehr benötigte und somit zu entsorgende Trägermaterial aufwickelt. Das Herma Inno-Liner System schafft völlig trägerlose Versandetiketten.
© Foto: Herma
Ein noch ungewohntes Bild: ein Etikettierer ohne die zweite Rolle, die sonst das nicht mehr benötigte und somit zu entsorgende Trägermaterial aufwickelt. Das Herma Inno-Liner System schafft völlig trägerlose Versandetiketten.


Das Herma Inno-Liner System, das speziell für Versandetiketten entwickelt wurde, trägt damit entscheidend dazu bei, tausende Tonnen silikonisiertes Unterlagenmaterial aus Papier und dessen Entsorgung einzusparen. „Versandetiketten sind üblicherweise eher großformatig, deshalb kann man bei dieser Anwendung auf einen Schlag riesige Materialmengen einsparen“, erläutert Herma Geschäftsführer Dr. Thomas Baumgärtner, der auch den Bereich Haftmaterial leitet. „Nicht zu vergessen: Die entsprechenden Etikettenrollen werden ohne Unterlagenmaterial viel leichter und kleiner. Das spart zum Beispiel beim Transport zusätzlich unzählige Tonnen des klimarelevanten Gases CO2.“ Auch vor diesem Hintergrund wurde das Herma Inno-Liner System im Herbst mit dem Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

 

Hohe prozesssichere Taktzahl

Was das neue System von bisherigen Linerless-Lösungen unterscheidet, ist nicht nur seine hohe prozesssichere Taktzahl von mindestens 40 Etiketten pro Minute. Es ist auch sein im Grunde leicht verständliches und einfaches Konzept: “Die zum Patent angemeldete Aktivierungseinheit für den zunächst nicht-klebrigen Haftkleber funktioniert rein wasserbasiert. Das heißt: keine Lösemittel, keine Hitze und keine anderen Mittel mit irgendwelchen unerwünschten Nebenwirkungen“, erklärt Martin Kühl, der bei Herma den Geschäftsbereich Etikettiermaschinen verantwortet. „Der Etikettenverwender ist praktisch frei in der Wahl des Etikettenpapiers und nicht mehr auf silikonisiertes Thermopapier angewiesen, das die Möglichkeiten einer Bedruckung immer stark eingeschränkt hat. Außerdem ist ein solches Etikett nicht teurer als ein klassisches Selbstklebeetikett.“

 

Das Herma Inno-Liner System basiert auf einer speziellen, ebenfalls zum Patent angemeldeten mehrschichtigen Klebstoffausführung des Haftmaterials und der eigens dafür entwickelten Mikrozerstäubungseinheit. Nur in diesem Zusammenspiel erreicht der Kleber die gewünschte extrem hohe Haftung. „Unseres Wissens nach sind wir jetzt die ersten und derzeit auch die einzigen, die ein komplettes Linerless-System bieten, das unter den Anforderungen in Logistikzentren hinsichtlich Geschwindigkeit und Prozesssicherheit stabil funktioniert“, so Dr. Baumgärtner. „Wer täglich viele Pakete auf den Weg bringt, für den sprechen alle Argumente für den schnellen Umstieg auf diese ressourcenschonende Art der Versandetikettierung.“

 

Herma auf der Logimat 2020: Halle 4, Stand C80

 

www.herma.de

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