Herma
HERMA Trägerpapier-Wiederverwertung

13.02.2019 Wegen seines Silikonanteils galt es lange Zeit als nicht recyclefähig: Doch seit vielen Jahren hat sich das Etiketten-Unterlagenpapier zu einem begehrten Rohstoff entwickelt.

„Ich appelliere an alle Etikettendruckereien und -verwender, sich ebenfalls an Recyclinginitiativen wie beispielsweise Cycle 4 Green zu beteiligen. Es lohnt sich nicht nur fürs Klima, sondern es trägt auch dazu bei, den weiterhin bestehenden Kostenanstieg bei Rohstoffen zu dämpfen“, so Dr. Thomas Baumgärtner, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereichs Haftmaterial.
© Foto: Herma
„Ich appelliere an alle Etikettendruckereien und -verwender, sich ebenfalls an Recyclinginitiativen wie beispielsweise Cycle 4 Green zu beteiligen. Es lohnt sich nicht nur fürs Klima, sondern es trägt auch dazu bei, den weiterhin bestehenden Kostenanstieg bei Rohstoffen zu dämpfen“, so Dr. Thomas Baumgärtner, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereichs Haftmaterial.
Obwohl bislang meist als Abfall entsorgt, ist es eigentlich ideal geeignet, um es wieder aufzubereiten – und damit nicht nur das Klima zu schonen, sondern auch der weiterhin bestehenden Verknappung bestimmter Rohstoffe entgegenzuwirken. Herma hat bereits im achten Jahr in Folge allein aufgrund der bei ihm gesammelten und wiederverwerteten Reste an Unterlagenpapier seinen gesamten Fuhrpark mit immerhin 78 Autos quasi CO2-neutral gestellt. Gemäß dem Zertifikat der Organisation Cycle 4 Green (C4G) hat das Unternehmen im Jahr 2018 rund 201 Tonnen nicht mehr benötigtes Unterlagenpapier aus der Haftmaterialproduktion einem speziellen Recycling zugeführt.

Mit Hilfe von C4G und dem Papierhersteller Lenzing entstanden daraus Etikettenpapier und neues Unterlagenpapier, was beides unter anderem auch wieder von Herma eingesetzt wird. Hätte man diese Produkte in gleicher Menge aus Frischfasern produziert, wären im Vergleich zum Recycling mehr CO2-Emissionen in Höhe von rund 406 Tonnen angefallen. Zum Vergleich: Der gesamte Fuhrpark des Familienunternehmens verursachte lediglich einen CO2-Ausstoß von knapp 400 Tonnen.

Weiterhin Engpässe bei Rohstoffen

„Damit leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Auch der weiterhin bestehenden Verknappung von Rohstoffen beugen wir so ein Stück weit vor. Durch extreme Nachfrage in Asien, in erster Linie China, und durch das anhaltende Marktwachstum in Europa kommt es, ähnlich wie im letzten Jahr, weiterhin zu Materialengpässen, zum Beispiel bei Papieren“, erklärt Dr. Thomas Baumgärtner, Herma Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereichs Haftmaterial.

Schon seit 2010 führt der Selbstklebespezialist der Organisation Cycle 4 Green nicht mehr benötigtes Unterlagenpapier aus der Produktion zu. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es künftig noch schwieriger werden wird, die erforderlichen Rohstoffe zu beschaffen“, sagt Dr. Thomas Baumgärtner. „Daher appelliere ich an alle Etikettendruckereien und -verwender, sich ebenfalls an der Recyclinginitiative C4G zu beteiligen. Denn es lohnt sich – nicht nur fürs Klima. Es trägt auch dazu bei, den weiterhin bestehenden Kostenanstieg bei Rohstoffen zu dämpfen.“

Cycle 4 Green organisiert in vielen europäischen Ländern das Einsammeln der nicht mehr benötigten Unterlagenpapiere. Lenzing, ein Vorreiter „grüner“ Papierherstellung, übernimmt die Wiederaufbereitung. Cycle 4 Green holt das Material ab einer Mindestmenge von fünf Tonnen europaweit überall dort ab, wo es anfällt, ohne dass Kosten entstehen. Voraussetzung ist eine sortenreine Trennung des Abfalls. EU-weit fallen jedes Jahr etwa 360.000 Tonnen an silikonisiertem Unterlagenpapier an, der größte Teil davon bei Unternehmen, die Etiketten aufbringen.

HERMA im Kurzprofil

Die HERMA GmbH mit Hauptsitz in Filderstadt ist ein führender europäischer Spezialist für Selbstklebetechnik. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 in drei Geschäftsbereichen mit 993 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 342,3 Mio. €.

www.herma-etiketten.de

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