Voith
Papierproduktionslinie in den USA erfolgreich gestartet

07.04.2021 Am 11. März 2021 startete Green Bay Packaging mit dem Betrieb der neuen Produktionslinie PM 4. Die Anlage nahe des Hauptsitzes des Familienunternehmens in Green Bay, Wisconsin ist in mehrerer Hinsicht ein wegweisendes Projekt. Die Testliner-Maschine ist der erste Neubau einer Papiermaschine in Wisconsin seit mehr als 30 Jahren und schafft damit zahlreiche neue Arbeitsplätze in der Region am Michigansee.

Am 11. März 2021 startete Green Bay Packaging mit dem Betrieb der neuen Produktionslinie PM 4.
© Foto: Voith
Am 11. März 2021 startete Green Bay Packaging mit dem Betrieb der neuen Produktionslinie PM 4.

Außerdem hat erstmals in der Geschichte der USA ein einzelnes Unternehmen den Zuschlag für die Lieferung einer kompletten Produktionsanlage für die Papierindustrie erhalten: Voith.

 

Zum Auftragsumfang des Projekts WolfPack gehören eine BlueLine Stoffaufbereitungslinie inklusive Wet End Prozess, die XcelLine Papiermaschine, ein VariFlex Performance Rollenschneider sowie das Reject-Handling-System. Die gelieferte Kläranlage für die Abwasserreinigung rundet den Lieferumfang ab. Auch ein mehrjähriger Servicevertrag für Walzen und Bespannungen für alle Sektionen der Papiermaschine ist Bestandteil des Gesamtpakets. Voith lieferte zudem die MCS, DCS und QCS Automatisierungslösungen.

 

Dank der Umsetzung des Projekts durch einen einzigen Lieferanten im Sinne des Full-Line-Anbieter-Ansatzes gab es in keiner Phase Schnittstellenprobleme. „Wir konnten zu jeder Zeit im Projektverlauf sicher sein, dass eine Kontinuität zwischen allen operativen Einheiten gewahrt wird. Es war ein reibungsloser Prozess, die vielen Komponenten in der Fabrik zu integrieren. Wir hatten einen einzigen Lieferanten als Ansprechpartner und Voith hat dies sehr effektiv erfüllt“, betont Jonathon Gates, Projektmanager bei Green Bay Packaging.

 

Diesen Aspekt unterstreicht auch Johannes Rimpf, der als Projektleiter von Voith den Bau der Anlage begleitet hat: „Green Bay Packaging hat eine Anlage aus einem Guss erhalten, die dennoch exakt auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist.“ Die exakte Abstimmung aller Komponenten aufeinander ermöglicht zudem eine maximale Performance der Anlage.

 

Die PM 4 hat eine Siebbreite von 8.400 mm (331‘‘) und eine Konstruktionsgeschwindigkeit von 1.200 m/min (3.937 fpm). Green Bay Packaging wird auf der Anlage Testliner mit Flächengewichten zwischen 88 und 273 g/m2 (18 und 56 lb/1000ft2) herstellen. „Dank der Anlage können wir die Produktionskapazität am Standort Green Bay mehr als verdoppeln“, betont Matt Szymanski, Vice President of Mill Operations bei Green Bay Packaging.

 

Als Rohstoff kommt ausschließlich Altpapier zum Einsatz. Voith hat die BlueLine Stoffaufbereitung mit innovativer Technik ausgestattet, die auch dazu dient, Faserverluste zu minimieren. Zudem bildet die hochgereinigte Fasersuspension eine wichtige Basis, um Bahnabrisse während der Papierfertigung zu minimieren und so die Effizienz der Anlage zu steigern. Sowohl mit der BlueLine Stoffaufbereitung als auch mit der XcelLine Papiermaschine hat Voith die Basis für eine ressourcenschonende Papierproduktion der PM 4 geschaffen. „Umweltschutz gehört zu unseren Kernwerten“, erklärt auch Szymanski. Neben den vielen Komponenten, die eine nachhaltige Fertigung auf der neuen Anlage ermöglichen, trägt auch eine Kläranlage zur Abwasserreinigung dazu bei, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die Umwelt zu schonen.

 

Leistungsfähigkeit und Technologieführerschaft von Voith entscheidend bei der Auftragsvergabe

 

Green Bay Packaging und Voith sind langjährige Partner. In zahlreichen Modernisierungsprojekten, beispielsweise bei der Morrilton PM 1 in Arkansas, hat Voith seine umfassende Leistungsfähigkeit und technologische Kompetenz bereits belegt. Diese guten Erfahrungen waren mit ein entscheidender Aspekt bei der Auftragsvergabe für den Bau der neuen Linie.

 

„Voiths starke Serviceorganisation in Nordamerika sowie die örtliche Nähe der Fabrik zur US-Zentrale von Voith in Appleton waren Faktoren, die für die umfassende Zusammenarbeit bei diesem Projekt gesprochen haben“, sagt Szymanski. „Über die Jahre ist unsere Beziehung stetig gewachsen. Das Team von Voith kennt unsere Anlagen sowie unsere Ziele sehr genau. Die geringe Entfernung macht es einfacher, Optimierungslösungen auch kurzfristig vor Ort zu besprechen und umzusetzen.“

 

 

Über die Voith Group
Die Voith Group ist ein weltweit agierender Technologiekonzern. Mit seinem breiten Portfolio aus Anlagen, Produkten, Serviceleistungen und digitalen Anwendungen setzt Voith Maßstäbe in den Märkten Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive. Gegründet 1867 ist Voith heute mit mehr als 20.000 Mitarbeitern, 4,2 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas.

Der Konzernbereich Voith Paper ist Teil der Voith Group. Als der Full-Line-Anbieter der Papierindustrie liefert er das breiteste Angebot an Technologien, Services und Produkten auf dem Markt und bietet Papierherstellern ganzheitliche Lösungen aus einer Hand. Die kontinuierliche Innovationskraft des Unternehmens ermöglicht eine ressourcenschonende Produktion und unterstützt Kunden dabei, ihren CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren. Mit seinen umfassenden Automatisierungsprodukten und führenden Digitalisierungslösungen aus dem Papermaking 4.0-Portfolio bietet Voith seinen Kunden digitale Technologien auf dem neuesten Stand der Technik, um die Verfügbarkeit und Effizienz ihrer Anlagen in allen Bereichen des Produktionsprozesses zu steigern.

 

www.voith.com

 

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