Verpackungsreduktion im Handel
Handel veröffentlicht Maßnahmen für weniger und bessere Verpackungen

16.01.2020 Auf einer neuen Webseite präsentieren große Einzelhandelsunternehmen ab sofort ihre Maßnahmen zur Verpackungsreduktion. Handelsunternehmen in Deutschland arbeiten seit Jahren daran, weniger und besser recycelbare Verpackungen in Deutschland auf den Markt zu bringen.

© Foto: imago/Manngold

Dieses Engagement hat sich im letzten Jahr noch einmal verstärkt. Auf der neuen Branchenwebseite werden die Maßnahmen der Unternehmen transparent für interessierte Verbraucher, Politik und Medien dargestellt, wie der Handelsverband HDE berichtet.

 

Handelsunternehmen konnten unter anderem durch Materialreduktion bei den Eigenmarkenverpackungen tausende Tonnen an Verpackungen sparen. Damit die verwendeten Verpackungen besser recycelt werden können, haben alle großen Handelsunternehmen Pläne für eine vollständige Recyclingfähigkeit ihrer Eigenmarkenverpackungen aufgestellt. Zudem verwenden die Handelsunternehmen immer mehr recyceltes Plastik in ihren Eigenmarkenverpackungen.

 

Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Rewe und die Schwarz Gruppe machen den Anfang und präsentieren in kurzer Form ihre Maßnahmen, Strategien und bereits erreichte Ziele.

 

    Materialreduktion bei Verpackungen

    Mehrwegnetze im Obst- und Gemüsebereich

    Mehrwegbehältnisse an der Frischetheke

    Recyclingfähigkeit von Verpackungen

    Auslistung Einwegplastikartikel

    Verbraucherinformation

    Rezyklateinsatz

    Mehrweg in der Logistikkette

 

 

Die Materialreduktion bei den Eigenmarkenverpackungen ist ein Kernelement, um weniger Verpackungen auf den Markt zu bringen.

 

Aldi Nord und Aldi Süd reduzieren beispielsweise den Anteil des Verpackungsgewichts ihrer Eigenmarken um 30 Prozent bis 2025 gegenüber 2015 (im Verhältnis zum Umsatz).

Da wo möglich, verzichten Aldi Nord und Aldi Süd auf Verpackungsmaterialien. So haben sie seit 2015 das Verpackungsgewicht bei ihren Eigenmarken um mehr als 40.000 Tonnen verringert. Mehr als die Hälfte davon ist Kunststoff: Rund 22.000 Tonnen haben Aldi Nord und Aldi Süd eingespart – so viel, wie in acht Millionen gelbe Säcke passt (Stand 31.12.2018).

 

Edeka: Wenn sich Verpackungen nicht weiter reduzieren lassen, ist es das Ziel, Verpackungen insgesamt nachhaltiger zu gestalten und den Anteil ökologisch sinnvoller Verpackungen zu erhöhen. Edeka, Netto und der WWF prüfen mit Blick auf das gesamte Eigenmarkensortiment, wie der Anteil von Recyclingmaterialien oder der Einsatz nachwachsender Rohstoffe erhöht werden kann. So konnte z. B. allein bei den Eigenmarken von PET-Wasserflaschen durch die Minimierung des Gewichts seit 2008 bereits rund 80.000 Tonnen Kunststoff eingespart werden.

 

Die Rewe Group hat sich das Ziel gesetzt, bei Eigenmarkenverpackungen 20 Prozent weniger Kunststoff bis Ende 2025 einzusetzen. Daher arbeitet sie intensiv an der Reduzierung und Optimierung von Verpackungen aller Art. Ein Schwerpunkt liegt aktuell auf Obst- und Gemüseverpackungen. Mit den umgesetzten Maßnahmen konnte die Rewe Group bis Mitte 2019 bereits 8.800 Tonnen an Kunststoffverpackungen einsparen.

 

Auch die Schwarz Gruppe will bis 2025 20 Prozent weniger Kunststoff einsetzen. Exemplarische Beispiele für die beständige Reduktion des Plastikeinsatzes werden angegeben: Jährlich spart die Gruppe 42,8 Tonnen Kunststoffe allein durch optimierte „Grafschafter“-Toastbrotverpackungen bei Lidl ein. Im Nuss- und Trockenfrucht-Sortiment der Lidl-Eigenmarke „Alesto“ werden bei den Verpackungen von zehn Sorten rund 20 Prozent und damit 150 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart. Jährlich 125 Tonnen sparen bei Kaufland die plastikreduzierten Verpackungen bei „K-Purland“-Hackfleisch.

 

Mehr Informationen unter https://wenigerverpackung.de/

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