Progroup AG
Bau eines weiteren Formatwerkes in Thüringen

12.09.2018 Prowell, ein Unternehmen der Progroup AG mit Sitz in Landau, expandiert mit einem weiteren Wellpappformatwerk in Deutschland.

Die Progroup AG errichtet ein weiteres Formatwerk in Thüringen
© Foto: Progroup AG
Die Progroup AG errichtet ein weiteres Formatwerk in Thüringen
 Um dem weiter anhaltenden Marktwachstum gerecht zu werden und den Kundenanforderungen nach Liefersicherheit und Qualität erfolgreich begegnen zu können, entsteht in Eisfeld/Thüringen das insgesamt elfte Wellpappformatwerk. Durch den neuen hochmodernen Produktionsstandort mit einer Jahreskapazität von 140.000 Tonnen Wellpappformaten, wird die Gesamtkapazität bei Progroup auf 1,5 Millionen Tonnen gesteigert. Das Investitionsvolumen des Projekts liegt bei ca. 50 Mio. Euro. Im Vierschichtbetrieb wird das Werk insgesamt 52 neue Arbeits- sowie drei Ausbildungsplätze schaffen.

Mit dem neuen Wellpappformatwerk in Eisfeld (Thüringen) verfolgt Progroup zielstrebig seine Strategie Two Twentyfive und expandiert weiter in hohem Tempo. Die Ankündigung des neuen Wellpappformatwerks beweist erneut, dass Progroup der am schnellsten organisch wachsende Wellpappenrohpapier- und Wellpappformathersteller Europas ist. Erst Anfang August startete Progroup mit dem Spatenstich das Projekt einer weiteren Papierfabrik mit einem Investitionsvolumen von 375 Mio. Euro. In den zukünftig elf Wellpappformatwerken in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen, Großbritannien und Italien wird zu 85 % das in den eigenen Papierfabriken hergestellte Wellpappenrohpapier verarbeitet. Damit baut Progroup seine Marktführerschaft im Markt für Wellpappformate im Zentrum Europas weiter aus.

Realisiert wird das neue Wellpappformatwerk auf einem Baugrundstück mit einer Größe von rund 87.000 Quadratmetern in Eisfeld (Thüringen). Der Produktionsstart ist im vierten Quartal 2019 geplant. Die Anlage wird dabei mit den gleichen technischen Innovationen ausgestattet, die bereits ab November 2018 im neuen Mega-Wellpappformatwerk in Ellesmere Port (Großbritannien) zum Einsatz kommen.

Jürgen Heindl, CEO und Vorstandsvorsitzender der Progroup AG, erläutert hierzu: „Unsere auf Industrie 4.0 optimierten Werke verfolgen den Ansatz von Fertigungsstraßen, die sich im Automatikbetrieb weitgehend selbst optimal fahren und Schwachstellen in der Produktion und Anlage eigenständig melden.“

Zu den wesentlichen Innovationen zählen das One-Man-Dry-End-Konzept, ein hocheffizientes Hochregallager mit 11.000 Lagerplätzen und drei Regalbediengeräten, das automatische Handling von Paletten, Kantenschutz und Umreifung, sowie die Optimierung der Abfallentsorgung und des Leimsystems.

Die Wellpappanlage wird mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 m/min ausgestattet und fügt sich mit einer Arbeitsbreite von 2,80 m nahtlos in das Progroup-Mill-System ein. Es werden ein- und zweiwellige Next Board® Qualitäten der Sorten B, C, E und daraus resultierende Kombinationen produziert.

Durch den Einsatz einer KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) zur Herstellung von Strom und Wärme wird der Green Hightech-Philosophie von Progroup Rechnung getragen. Dabei wird die Abwärme der Stromerzeugung mittels Absorptionsverfahren zur Generierung von Kälte genutzt oder direkt für Heizzwecke eingesetzt. „Neben dem Einsatz der KWK-Anlage erreichen wir ein Höchstmaß an Umwelteffizienz auch durch die Produktion unserer Next Board® Wellpappen, die für weniger Energie- und Rohstoffeinsatz sowie geringerem CO2-Ausstoß bei gesteigerter Leistung stehen“, erläutert Jürgen Heindl weiter. Abgerundet werden die Neuerungen des state-of-the-art Werkes durch ein Schallschutzsystem, das für sehr geringe Lärmbelastung auf der einen und geringe Temperaturschwankungen auf der anderen Seite sorgt. Eine ideale Basis für ein angenehmes und sehr modernes Arbeitsumfeld. In der Region entstehen insgesamt 52 High-Tech-Arbeitsplätze sowie drei Ausbildungsplätze.

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