Pro Carton
Nachhaltigkeit in Gefahr?

09.03.2018 Die Studie von Smithers Pira, die die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Bereich Verpackungen untersuchte, ergab, dass einige Marken und Einzelhändler Europas mit verzerrter Sicht auf das Thema Verpackungen blicken und so wahre Nachhaltigkeit gefährden.

© Foto: Pro Carton
Zwar waren glücklicherweise 96 % der Umfrageteilnehmer der Ansicht, dass nachhaltige Verpackungen wichtig seien, und ein Drittel sah das Thema gut in die eigene Unternehmenskultur integriert, doch konzentrieren sich 70 % aller Marken auf eine Reduzierung des Verpackungsvolumens und -gewichts, anstatt sich mit nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Materialien auseinanderzusetzen.

Zu diesen Ergebnissen gab Tony Hitchin, General Manager von Pro Carton, an: „Da immer mehr Marken von neu hergestellten Kunststoffen Abstand nehmen und die EU fordert, dass bis 2030 alle hergestellten Kunststoffverpackungen wiederverwertet werden können müssen, weicht unsere Debatte vom wesentlichen Thema ab: Anstatt uns mit den eigentlichen Verpackungsmaterialien selbst zu beschäftigen, diskutieren wir, wie wir unsere Verpackungen am besten recyceln und wiederverwenden können.

Es ist sicherlich gut, dass Marken und Einzelhandel Recycling so ernst nehmen, doch scheint man sich bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit von Verpackungsmaterialien eher auf das Produktlebensende anstatt auf den gesamten Produktlebenszyklus zu konzentrieren. Durch Beurteilung des gesamten Lebenszyklus sind Marken in der Lage, umweltfreundlichere Verpackungen zu gestalten – von der Wiege bis zum Grab oder sogar von der Wiege bis zur Wiege, was einer Kreislaufwirtschaft entspräche.

Außerdem wurden in der Studie diejenigen Faktoren untersucht, die Marken und Einzelhandel im Bereich Verpackungsdesign als am wichtigsten erachten: Hier ist sich der Großteil der Umfrageteilnehmer einig, dass der Schutz des Produkts am wichtigsten sei, gefolgt von Wiederverwertbarkeit und technischer Leistung. Die Verwendung nachhaltiger (erneuerbarer) Materialien wurde als am unwichtigsten angesehen, nur 30 % der Teilnehmer betrachteten diesen Faktor als für das Verpackungsdesign bedeutsam. Nur in Deutschland werteten Teilnehmer erneuerbare Rohstoffe als wichtigstes Kriterium. Das zeigt uns, dass es im Rest Europas noch viel Aufklärungsbedarf über verfügbare Materialien und deren optimale Anwendungsbereiche gibt.

Die Ergebnisse der Untersuchung „Die Bedeutung der Nachhaltigkeit von Verpackungen“ von Smithers Pira (im Auftrag von Pro Carton) finden Sie auf der Pro-Carton-Webseite.

www.procarton.com
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