UPM-Finanzbericht 2018
UPM erzielt 2018 Spitzenergebnis

28.02.2019 2018 war ein Rekordjahr für UPM. Es wurde ein Spitzenergebnis erzielt, die Nettoverschuldung ist unter null gefallen.

Speciality Paper sind ein Geschäftsbereich von UPM
© Foto: UPM
Speciality Paper sind ein Geschäftsbereich von UPM

2018 Überblick


  - Die Umsatzerlöse stiegen um 5 % auf 10.483 Mio. Euro (10.010 Mio. Euro in 2017)
  - Das vergleichbare EBIT stieg um 17 % auf 1.513 Mio. Euro (1.292 Mio. Euro)
  - Verkaufspreise wurden in allen Geschäftsbereichen erhöht, wodurch die Auswirkungen höherer Inputkosten und ungünstiger Wechselkurse aufgefangen werden konnten
  - Der operative Cashflow betrug 1.391 Mio. Euro (1.558 Mio. Euro), beeinträchtigt durch einen Anstieg des Working Capital
  - Das Board of Directors schlägt eine Dividende von 1,30 Euro (1,15 Euro) je Aktie vor, ein Anstieg von 13 % im Vergleich zum Vorjahr
  - UPM initiierte gezielte Investitionen in Deutschland, Finnland und China, um in attraktiven Bereichen der Trennpapierherstellung zu wachsen

Jussi Pesonen, President & CEO, zum 4. Quartal und zum Gesamtjahr 2018:

„2018 war ein Rekordjahr für UPM. Wir haben ein Spitzenergebnis erzielt und unsere Nettoverschuldung ist unter null gefallen. Das vergangene Jahr war ein wirtschaftlicher Erfolg und es ist uns gelungen, die höheren Inputkosten auszugleichen. Wir haben sowohl in unseren bestehenden als auch in unseren neuen, innovativen Geschäftsfeldern den Grundstein für künftiges Wachstum gelegt und ein hohes Maß an Anerkennung für unsere Leistungen im Bereich unternehmerischer Verantwortung erhalten. Was wir 2018 erreicht haben, ist das Ergebnis der Transformation über viele Jahre hinweg. Ich möchte deshalb allen UPM Mitarbeitern und Partnern für ihren Beitrag zu diesem gemeinsamen Erfolg danken.

Unsere Umsatzerlöse stiegen 2018 um 5 % und unser vergleichbares EBIT stieg um 17 %. Wir konnten einen starken Cashflow verzeichnen und das Jahr mit einem Rekordtief von -311 Mio. Euro Nettoverschuldung abschließen.

Trotz der zunehmend unsicheren globalen Wirtschaftslage gegen Ende des Jahres, hatten wir ein starkes viertes Quartal. Dieses Quartal war das 23. Quartal in Folge, in dem wir ein Ertragswachstum verzeichnen konnten. Unsere Umsatzerlöse stiegen um 6 % und unser vergleichbares EBIT stieg um 10 % auf 404 Mio. Euro.

UPM Biorefining hatte ein ausgezeichnetes viertes Quartal. Trotz des wartungsbedingten Stillstands in der Zellstofffabrik Pietarsaari sind unsere Zellstofflieferungen wieder gestiegen. Der Bereich Biofuels arbeitete nach dem planmäßigen Wartungsstillstand (Turnaround) in Q2 weiter auf einem neuen Profitabilitäts- und Produktionsniveau.

UPM Communication Papers konnte trotz eines stetigen Rückgangs der Marktnachfrage und enorm steigenden variablen Kosten die Erträge weiter steigern. Dies ist das Ergebnis fortwährender Bemühungen in den Bereichen Kundenengagement, Kosteneffizienz sowie effektiver Nutzung der Anlagen. Auch UPM Energy hat sein Ergebnis aufgrund höherer Preise weiter verbessert, obwohl die Energieerzeugung aus Wasserkraft weiterhin sehr niedrig blieb.

Der Geschäftsbereich UPM Raflatac konnte in diesem Quartal zwar wieder ein Umsatzwachstum berichten, das Ergebnis wurde aber dennoch von steigenden variablen Kosten beeinträchtigt. UPM Plywood verzeichnete eine gute Nachfrage, leider wurden aber die Lieferungen von politischen Streiks in Finnland behindert.

UPM Specialty Papers verzeichnete ein enttäuschendes Quartal. Im asiatischen Feinpapiergeschäft standen die Margen weiterhin unter Druck, da der Lagerabbau in der Wertschöpfungskette die Preise weiter unter Druck setzte und die Zellstoffkosten hoch blieben. Die Nachfrage nach Etiketten- und Trennpapieren blieb dagegen auf einem guten Niveau. Wir werden uns verstärkt auf Maßnahmen konzentrieren, um das Geschäft wieder profitabel zu machen.

Mit Blick auf die Zukunft sind wir gespannt auf 2019. UPM ist hervorragend aufgestellt mit wettbewerbsfähigen Geschäftsbereichen, unserer Unternehmenskultur nach dem Motto ‚Aiming higher' und einem beständig starken Cashflow. Darüber hinaus haben wir in der Bilanz eine Nettoliquidität, die in unserer Branche unerwartet ist.

Wir freuen uns außerdem darauf, dass unsere Aussichten auf Transformation uns einzigartige und interessante Möglichkeiten für ein deutliches und langfristiges Ertragswachstum eröffnen. In Uruguay schreiten die Vorbereitungen für die potenzielle neue, weltweit führende Zellstofffabrik voran. Wir arbeiten derzeit intensiv an der Umsetzung des Investitionsabkommens zwischen UPM und der Regierung von Uruguay und benötigen nun greifbare Fortschritte bei den Infrastrukturinitiativen. Im Januar haben wir angekündigt, dass UPM am internationalen öffentlichen Ausschreibungsverfahren für ein Hafenterminal in Montevideo teilnehmen wird. Wenn die laufende zweite Vorbereitungsphase erfolgreich abgeschlossen wird, wird UPM seinen üblichen Prozess zur Analyse und Vorbereitung einer Investitionsentscheidung im Hinblick auf die potenzielle Zellstofffabrik anstoßen.

Bei UPM Biochemicals führen wir das Basic Engineering für die mögliche erste Raffinerie für Biochemikalien im industriellen Maßstab in Deutschland fort. Bei UPM Biofuels haben wir die Umweltverträglichkeitsprüfung für eine geplante Bioraffinerie in Finnland abgeschlossen.

Das Board of Directors von UPM hat eine Dividende von 1,30 Euro (1,15 Euro) je Aktie für 2018 vorgeschlagen. Das entspricht einer Steigerung von 13 % im Vergleich zum Vorjahr und 50 % des operativen Cashflows je Aktie. Dieser Vorschlag, der über der langfristigen Strategie zur Dividendenausschüttung von 30 bis 40 % liegt, spiegelt die außergewöhnlich gute Finanzlage und das Vertrauen in den künftigen finanziellen Erfolg des Unternehmens wider.

Alles in allem sind die langfristigen Aussichten für unser Unternehmen besser denn je. Dies ist zurückzuführen auf globale Megatrends, nachhaltigere Verbraucherentscheidungen und die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu reduzieren. UPM ist bereit, die unerschöpflichen Möglichkeiten, die uns die Bioökonomie für Wertschöpfung und Geschäftsentwicklung bietet, zu nutzen."

Ausblick für das Jahr 2019


Es wird erwartet, dass das globale Wirtschaftswachstum 2019 anhalten wird, wenn auch mit gemäßigterem Tempo als 2018. In diesem Zusammenhang gibt es jedoch erhebliche Ungewissheit, unter anderem in Bezug auf Handelsgespräche zwischen China und den USA, das Wachstum in China, den bisher ungeklärten Brexit sowie politische Unsicherheiten in verschiedenen Ländern. Diese Sachverhalte könnten im Laufe des Jahres 2019 einen Einfluss auf das globale Wirtschaftswachstum sowie auf die Produkt- und Rohstoffmärkte von UPM haben.

UPM hat 2018 ein Spitzenergebnis erzielt. Es wird erwartet, dass die Geschäftsentwicklung von UPM im Jahr 2019 auf einem guten Niveau bleibt.

Es wird erwartet, dass die positive Nachfrage für die meisten UPM Geschäftsbereiche 2019 anhalten wird. Bei UPM Communication Papers wird der Nachfragerückgang voraussichtlich weiter anhalten.

Zu Beginn des Jahres 2019 werden die Zellstoffpreise voraussichtlich niedriger und die Preise für graphische Papiere voraussichtlich höher sein als in Q4 2018.

Es wird erwartet, dass sich die Inputkosten nach den erheblichen Anstiegen im Jahr 2018 stabilisieren werden. UPM wird weiterhin Maßnahmen zur Reduzierung von fixen und variablen Kosten ergreifen.

Steigerungen des Fair Value der Waldvermögenswerte werden voraussichtlich keinen bedeutenden Einfluss auf das vergleichbare EBIT im Jahr 2019 haben.

www.upm.com

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