Interseroh
Made for Recycling“-Siegel für Cremissimo-Verpackungen

05.02.2020 Die Cremissimo-Eisverpackungen von Unilever sind sehr gut recyclingfähig – und erhalten hierfür das Gütesiegel „Made for Recycling“ von Interseroh. Dieses Siegel bekommen nur Verpackungen, die nach einer von Interseroh entwickelten wissenschaftlichen Bewertungsmethode in Verbindung mit realistischen Erfahrungswerten insgesamt mit einer Bewertung von 18-20 von 20 möglichen Punkten abschneiden.

(V.l.n.r.) Elena Pack, Packaging Recyclability Consultant Made for Recycling, Interseroh Dienstleistungs GmbH, und Nicole Osse, Brand Development Cremissimo, Unilever Deutschland GmbH, mit dem Interseroh-Siegel „Made for Recycling“.
© Foto: Unilever
(V.l.n.r.) Elena Pack, Packaging Recyclability Consultant Made for Recycling, Interseroh Dienstleistungs GmbH, und Nicole Osse, Brand Development Cremissimo, Unilever Deutschland GmbH, mit dem Interseroh-Siegel „Made for Recycling“.
Die Cremissimo-Verpackungen erhielten insgesamt 19 Punkte. Der zugrunde liegende Prüfungsstandard wurde gemeinsam mit dem Bifa Umweltinstitut entwickelt und vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV abschließend überprüft.

 

Wie wichtig das Recycling von Wertstoffen für die dringend geforderte Entlastung des Klimas ist, belegt unter anderem die Studie „Resources saved by Recycling“ des Fraunhofer-Instituts Umsicht. Die Alba Group, zu der auch Interseroh gehört, hat danach allein im Jahr 2018 durch die Kreislaufführung von 5,6 Millionen Tonnen Wertstoffen 4,4 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase eingespart. Dies entspricht einem Prozent der deutschen CO2-Einsparungen im Vergleich zu 1990 oder auch dem Klimaschutzeffekt eines über 441.000 Hektar großen Mischwalds.

 

Zur Bewertungsmethode „Made for Recycling“

Um die Recyclingfähigkeit einer Verpackung zu bewerten, hat Interseroh zusammen mit dem auf technischen Umweltschutz spezialisierten bifa Umweltinstitut ein dreistufiges Punktesystem entwickelt. In der ersten Stufe wird ermittelt, ob der Verbraucher die Verpackung problemlos dem richtigen Erfassungssystem zuordnen kann. Anschließend wird in der zweiten Stufe geprüft, wie sich die Verpackung bei der Sortierung verhält. Können die derzeit verfügbaren Sortiertechnologien die Verpackung in die richtige Materialfraktion einsortieren – oder verhindern bestimmte Materialien eine eindeutige Zuordnung? In der dritten Stufe wird untersucht, ob die Verpackung für eine werkstoffliche Verwertung geeignet ist oder ob zum Beispiel Etiketten, Verschlüsse oder Barrieren das Recycling erschweren. Verpackungsbarrieren werden üblicherweise eingesetzt, um das Produkt vor äußeren Einflüssen zu schützen und die Produkteigenschaften zu gewährleisten. Sie dienen beispielsweise als UV- oder Sauerstoffschutz.

 

Je mehr Punkte die Verpackung auf einer Skala von 0 bis 20 erreicht, desto einfacher und besser lässt sie sich recyceln. Zusätzlich erfüllt der Service „Made for Recycling“ die Anforderungen des seit 1. September 2019 geltenden Mindeststandards zur Bemessung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR).

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