IG BCE
Tarifeinigung für die Papierindustrie

06.03.2019 Nach einem 18-stündigen Verhandlungsmarathon haben sich IG BCE und Papierarbeitgeber am frühen Mittwochmorgen (06.03.2019) in Hannover in der zweiten Verhandlungsrunde auf ein Tarifpaket geeinigt.

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Die Löhne und Gehälter werden ab dem 1. März um 3 Prozent erhöht. Die Azubi-Vergütungen steigen überproportional, pauschal um 50 Euro. Die Laufzeit beträgt 18 Monate. Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte wird ab dem 1. Januar 2020 auf 1200 Euro verdoppelt und für Auszubildende auf 900 Euro angehoben.

Außerdem ist ein Fahrplan für einen neuen Entgeltrahmentarifvertrag vereinbart, der einen Tarifwandel in der Papierindustrie einleiten soll. Die bestehenden Lohn- und Gehaltsrahmentarifverträge sollen abgelöst werden, um eine Gleichstellung zwischen qualifizierter gewerblicher Tätigkeit (Löhne) und Angestelltentätigkeit (Gehälter) zu erreichen. Die Verhandlungen dafür sollen ab Oktober dieses Jahres beginnen.

Verhandlungsführer Frieder Weißenborn: „Das Paket ist Ausdruck von Wertschätzung und ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit, vor allem für die unteren Einkommensgruppen. Die Urlaubsgeld-Verdoppelung ist ein voller Erfolg und ein historischer Meilenstein. 900 Euro für Azubis sind ein absoluter Spitzenwert im Vergleich zu anderen Branchen. Im Gesamtpaket haben wir so für alle Beschäftigten ein materielles Ergebnis von durchschnittlich 4,2 Prozent erreicht.“

Über  IG BCE

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist mit rund 630.000 Mitgliedern die drittgrößte Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund. Zum Organisationsbereich gehören die Branchen Bergbau, Chemie, Energie, Erdöl und Erdgas, Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoffe und nichtmetallische Werkstoffe, Leder, Papier, Umwelt, Wasser und Ver- und Entsorgungsbetriebe. Vorsitzender seit 2009 ist Michael Vassiliadis. Hervorgegangen ist die IG BCE 1997 aus einer Fusion der IG Chemie-Papier-Keramik, der IG Bergbau und Energie und der Gewerkschaft Leder.

www.igbce.de
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