Frosta
Papier statt Kunststoff in der Tüte

14.11.2019 Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Felix Ahlers hat Frosta über zwei Jahre daran gearbeitet. Nun ist es geschafft: es wurde ein Papierbeutel für die Tiefkühlgerichte der Lebensmittelfirma entwickelt, der den aktuellen Kunststoffbeutel (aus bereits umweltfreundlichem Monomaterial) ab Januar 2020 ersetzt.

© Foto: Frosta

Gemacht ist er aus sogenanntem „Kraftpapier“, also einem Papier welches nicht gebleicht oder beschichtet ist. Eine besondere mechanische Technik macht es möglich, dass dieses Papier resistent gegen Feuchtikkeit ist. Also auch wenn die Produkte leicht antauen (vom Laden bis nach Hause), geht der Beutel nicht kaputt.

 

Zwar wird sich die Optik verändern und die Fotos sind nicht mehr so brilliant wie auf dem aktuellen Beutel. Verpackungen aus nachwachsenden Rohwaren (zertifiziert nach FSC, damit entsprechend aufgeforstet wird) sind aber deutlich umweltschonender und haben eine bessere Klimabilanz. Besonders bei der noch niedrigen Recyclequote von nur 25% von Kunststoff (bei Papier sind es schon 80%) vermeidet Frosta außerdem das Risiko, dass Plastik etwa im Meer landet.

 

Wie beim Reinheitsgebot vor über 15 Jahren, gehe Frosta damit Ahlers zufolge ein Risiko ein. Die Produkte werden ca. 0,20 € teurer und sehen optisch anders aus. Im Eiswürfelfach (1*) sollte man sie außerdem nicht lagern, da der Papierbeutel nach einiger Zeit reißen kann. Und wenn man die Produkte im Kühlschrank auftaut, sollte man es ohne Packung auf einem Teller machen. Ahlers findet aber, dass es sich lohnt diese Risiken einzugehen. Bei 40 Millionen verkauften Packungen sind dies immerhin 320 Tonnen weniger Plastik pro Jahr.

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