VNOP
Länderübergreifende Fusion

27.10.2015 In ihrer konstituierenden Sitzung am 23. Oktober 2015 haben sich der Arbeitgeberverband der ostdeutschen Papierindustrie (AGOP), der Verband Norddeutscher Papierfabriken (VNP) sowie der Verband Ostdeutscher Papierfabriken (VOP) zum Verband Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken (VNOP) zusammengeschlossen. Ziel ist es, länderübergreifend Kräfte und Know-How zu bündeln, um gemeinsam auf die Herausforderungen, Chancen und Veränderungen der Branche reagieren zu können und diese aktiv mitzugestalten.

© Foto: Verband Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken
„Die Rahmenbedingungen in der Papierindustrie befinden sich im Wandel. Klassische Anwendungsbereiche wie Zeitungspapiere gehen zunehmend aufgrund der Neuen Medien und dem damit einhergehenden geänderten Verbraucherverhalten zurück, während sich Verpackungs- und Hygienepapiere gut entwickeln. Die Industrie muss sich deshalb, auch unter Berücksichtigung des demografischen Wandels, konsolidieren und Synergien nutzen. Die an der Fusion beteiligten Verbände folgen diesem Schritt in ihrer eigenen Arbeit. Zum VNOP gehören mit dem Eintrag ins Vereinsregister 68 Papierfabriken und Betriebe verwandter Industriezweige“, so Ulrich Wienbeuker, Vorstandsvorsitzender des neu gegründeten VNOP und Vice President HR Services UPM-Kymmene Corporation.

Die Deutsche Papierindustrie mit ihren rund 45 000 Beschäftigten bundesweit ist in Europa die Nr. 1 und weltweit die Nr. 4. Wie viele andere Industrien muss sie sich jedoch auch den geänderten Marktbedingungen sowie dem technischen und gesellschaftlichen Wandel stellen. Neben Überkapazitäten in Teilbereichen spielt zunehmend auch die demografische Entwicklung eine große Rolle in der Papier erzeugenden Industrie, die getragen wird von einer großen Anzahl qualifizierter Facharbeiter. Die Nutzung von Synergien bei gleichzeitiger Steigerung der Angebotspalette ist daher erforderlich. Die Reduzierung von Verbandsgremien, eine gemeinsame Geschäftsführung, größere aktivere Netzwerke, stabilere Beitragsstrukturen sowie die Erarbeitung von Problemlösungen hinsichtlich der Nachwuchssicherung sind im größeren Verbund leichter und effektiver zu bewerkstelligen.

Als weitere Mitglieder im Vorstand wurden Volker Barth (Schoeller Technocell GmbH & Co. KG), Ulrich Spiegel (Papierfabrik Luisenthal GmbH), Thomas Rajcsanyi (Sappi Alfeld GmbH), Ulrich Feuersinger (Steinbeis Papier GmbH), Dr. Benno Hundgeburt (Wepa Sachsen GmbH), Armin Buschmann (Smurfit Kappa Hoya Papier und Karton GmbH), Holger Palm (Koehler Greiz GmbH & Co. KG), Jürgen Oess (Kämmerer GmbH) sowie Eckehart Klemm, (Paka Glashütter Pappen- und Kartonagenfabrik GmbH) gewählt.

Hauptgeschäftsführer ist Herr Rechtsanwalt Christian Prinz, der zuvor Geschäftsführer des Verbandes Norddeutscher Papierfabriken war. Weitere Geschäftsführer sind Frau Diplom-Volkswirtin Monika Bresche sowie Herr Diplom-Ingenieur Bernd Gunkel. Die Geschäftsstellen befinden sich in Hannover, Berlin und Heidenau.


Abbildung: Verbände der Papier erzeugenden Industrie reagieren auf Branchenentwicklung und fusionieren länderübergreifend
Foto: Verband Nord- und Ostdeutscher Papierfabriken


www.vnop.de
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