Effizienzsteigerung um 20 Prozent durch neue Antriebe
Voith modernisiert die Lüftungstechnik bei DB Schenker

14.03.2018 Die Schenker Deutschland AG in Bad Fallingbostel hat im Dezember 2017 an Voith den Auftrag für den Austausch der Antriebe und die Installation von Frequenzumrichtern am Standort Bad Fallingbostel erteilt. Die Umsetzung erfolgt im Frühjahr 2018.

Logistikzentrum DB Schenker, Bad Fallingbostel, Deutschland
© Foto: Voith
Logistikzentrum DB Schenker, Bad Fallingbostel, Deutschland
Das Logistikzentrum für Mondelez wird seit 2012 von DB Schenker betrieben. Als letzte Maßnahme einer Reihe von Modernisierungs- und Optimierungsmaßnahmen werden die in die Jahre gekommenen, anfälligen Motoren gegen hocheffiziente IE 3 Antriebe mit einem deutlich besserem Wirkungsgrad, getauscht.

Kosteneinsparung durch energieeffiziente Fahrweise der Lüftungs- und Heizungsanlage um bis zu 48.000 Euro pro Jahr

Da die Anlage bereits in 2015 mit einer modernen Regelung ausgestattet wurde, kann nun durch den Einsatz von Frequenzumrichtern eine zusätzliche Verbesserung des Wirkungsgrades erreicht werden. Bei den Lüftungsanlagen kam es Trotz der jährlichen Wartung in den letzten Jahren, vermehrt zu Problemen, bzw. Ausfällen von elektronischen Bauteilen. Die Verfügbarkeit von Ersatzeilen und Softwareupdates war nicht mehr gegeben. Da DB Schenker gegenüber Mondelez die Temperaturen in den verschiedenen Bereichen des im Kommissionier Lagers und Verteilzentrums garantieren und dokumentieren muss, war der Austausch der Regelung für die Lüftungsanlagen unumgänglich.

In enger Zusammenarbeite stimmten die Projektteams von DB Schenker und Voith die Arbeiten in den Anlagen und den Terminplan ab, wodurch der Umbau gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden konnte. Neben der Versorgungssicherheit und der Effizienzsteigerung konnte durch die Neuinstallation auch die Dokumentation der betriebswichtigen Daten vereinfacht sowie der Zugriff auf modernste Technik und Softwareupdates gesichert werden.

Regelung- und Bedienfunktionen deutlich verbessert

Besondere Herausforderung beim Umbau war die die durchgehende weitere Verfügbarkeit der Lüftungsanlagen und die weiterhin gleichbleibenden Raumbedingungen. Hierzu wurden die Anlagen auf Handbetrieb geschaltet. Das bedeutet, dass die Regelung Anlage für Anlage komplett außer Betrieb gesetzt wurde, um den Umbau an den Regelschränken vornehmen zu können. Um weiterhin Werte über die Hallenzustände zu bekommen wurden Datenlogger installiert, welche zum Einen die Informationen für die manuelle Regelung lieferten und zum Anderen die Dokumentation der Daten für das Qualitätsmanagement übernahmen.

Der Umbau wurde vor Ort in den vorhandenen Regelschänken vorgenommen. Somit konnten die Arbeiten in einem sehr kurzen Zeitfenster von zwei bis vier Tagen, je nach Komplexität der Anlage, durchgeführt werden und der Logistikbetrieb wurde nicht beeinträchtigt. Der jeweils nach dem Umbau pro Schaltschrank erfolgende Integrationstest sowie die abschließende Lifeschaltung des Leitsystems verliefen problemlos und zur vollsten Zufriedenheit des Kunden.

Ebenso wurde die komplette Regelung der bestehenden Heizungsanlage erneuert, mit der Energieeinsparungen von bis zu 20 Prozent verwirklicht werden konnten. Die Anbindung der SPS an das bauseitige Netzwerk, Datenkommunikation zu den bereits gelieferten Lüftungsanlagen, sowie die Visualisierung, Bedienung und die Aufzeichnung von Anlagentrends setzten für die Steuerung und Dokumentation neue Standards.

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