Studenten präsentieren erstes Fahrzeug aus Papier mit Akkuschrauberantrieb

15.11.2016

Ein Fahrzeug aus Papier? Warum eigentlich nicht. Durch digitale Fertigungstechniken und intelligente Faltungen und Steckverbindungen kann man aus dem nachhaltigen Werkstoff ein stabiles Leichtbaufahrzeug fertigen. Die Studenten Jonas Thiemann, Gerrit Janknecht und Till Papendorf haben es mit Prof. Andreas Schulz bewiesen und präsentierten ihr erstes Gefährt aus Kraftplex. Dieses Material ist – wie alle Papiere – aus 100% Zellulose und wird aus nachwachsenden Rohstoffen ohne den Zusatz von Klebstoffen und ohne Bleichmittel hergestellt. Es hat eine so hohe Festigkeit, dass das Team 60 cm zwischen den Achsen konstruktiv tragend nur mit Kraftplex überbrückt hat. Die hohe Stabilität ist auch dadurch entstanden, dass der Entwurf dem Material gerecht wird und mit Spannungen und einfachen Falzungen gearbeitet wurde. Die Vorderachse und das Heckteil aus Aluminium sind einzelne Elemente – der Papierkorpus in der Mitte kann also entnommen und angepasst werden. Denn bei dem Entwurf des vorgestellten Fahrzeuges haben die Designer die Freiformflächen präzise den Körpermaßen des Fahrers angepasst.

Das Fahrzeug aus Papier startet beim 8.Akkuschrauberrennen der HAWK in Hildesheim
Angetrieben wird das Fahrzeug der Studenten der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim von einem Bosch Akku-Bohrschraubers PSR 18 LI-2. Ein handelsübliches Gerät, mit dem aber Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreicht werden können. Und so rechnen sich die Studenten Jonas Thiemann, Gerrit Janknecht und Till Papendorf auch Chancen beim Akkuschrauberrennen 2013 aus, das von der HAWK dieses Jahr am 22.6.2013 zum 8.Mal in Hildesheim – dieses Mal auf dem Bosch Gelände – veranstaltet wird. Dort werden sie gegen 15 andere Hochschulteams aus Deutschland und der Schweiz antreten. Alle müssen die Herausforderung meistern, ein Fahrzeug aus Kraftplex zu fertigen. Mit dieser Vorgabe zeigen die Initiatoren des Akkuschrauberrennens, Prof. Andreas Schulz und Prof. Barbara Kotte, wieder einmal, dass sie mit intelligenten Lösungen und Weitblick die Themen Leichtbau im Kontext von Elektromobilität sowie Nachhaltigkeit und Material- und Fertigungsinnovationen besetzen.

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