"Made in Germany" auf der China Print gefragt

15.11.2016

Für die deutsche Druckmaschinenindustrie ist und bleibt China der Exportmarkt Nummer eins. Von der Branchenmesse „China Print" erwarten die  deutschen Aussteller daher gute Impulse. „China ist für die deutsche  Druckmaschinenindustrie der Markt, in dem schon seit einigen Jahren am meisten  Geschäft gemacht wird. Das ist der Hauptgrund dafür, dass nahezu unsere gesamte  Branche auf der Messe „China Print" vertreten ist", sagte Dr. Markus Heering,  Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Druck- und Papiertechnik am Dienstag in  Peking. Zahlreiche deutsche Unternehmen betreiben auf der Messe eigene Stände, rund zwanzig stellen unter dem Motto „Made in Germany" auf dem vom VDMA  organisierten Gemeinschaftsstand aus.
China ist in wenigen Jahren zu einem der größten Druck-Märkte geworden. Die Zahlen sprechen für sich: In den ersten elf Monaten 2012 verkauften deutsche Hersteller Druckereimaschinen im Wert von 414,2 Millionen Euro dorthin. In den klassischen Absatzmarkt USA, der an zweiter Stelle rangiert, gingen im selben Zeitraum
Maschinen und Zubehör im Wert von 233,6 Millionen Euro. Auf Rang drei stand  Brasilien mit Ausfuhren im Wert von 130,4 Millionen Euro. Die chinesische Wirtschaft ist zuletzt mit 7,8 Prozent in 2012 vergleichsweise langsam gewachsen, aber die Druckbranche hat sich von der allgemeinen Entwicklung abgekoppelt und wächst überdurchschnittlich. Dieser Trend zeigt sich auch bei der aktuell stattfindenden Messe „China Print", die vom 14. bis zum 18. Mai zum achten Mal in Peking durchgeführt wird. Knapp 1.300 Aussteller aus 28 Ländern haben sich angemeldet. Damit ist die „China Print" innerhalb weniger Jahre zur zweitgrößten Branchenmesse nach der „drupa" geworden.

Chinesische Hersteller sind keine Konkurrenz
Die chinesischen Anbieter von Drucktechnik haben sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, insbesondere auch durch den Zukauf japanischer Hersteller. Das ist auch eine Folge der erklärten Absicht der chinesischen Regierung, den  Maschinenbau im eigenen Land zu stärken. Für die deutschen Anbieter stellt diese Entwicklung aber keine Bedrohung dar. „Die deutschen Unternehmen sind  technologisch so weit vorne, und ihre Innovationszyklen sind derart kurz, dass sie auf absehbare Zeit keine Konkurrenz aus China fürchten müssen", sagte Kai Büntemeyer, Vorsitzender des Fachverbands Druck- und Papiertechnik im VDMA und geschäftsführender Gesellschafter von Kolbus, einem Hersteller von Buchbindereimaschinen. Diese Technologieführerschaft zahlt sich im chinesischen Markt aus, weil man dort auf hochqualitative Produkte setzt – und zwar nicht nur für den eigenen Markt, sondern vor allem auch für den Export. Viele westliche Länder lassen inzwischen in China drucken – klassische Print-Produkte wie beispielsweise Magazine ebenso wie hochwertige Verpackungen.

„Global-Print"-Meeting
Anlässlich der „China Print" treffen sich am 16. Mai 2013 Vertreter des internationalen Druckmaschinenherstellerverbands „Global Print"", um über Möglichkeiten und Wege zu sprechen, wie man gemeinsame Brancheninteressen international durchsetzen kann. „Global Print" wurde 2008 gegründet. Gemeinsam wollen die nationalen Verbände, die in Global Print vertreten sind, den Informationsaustausch über die Entwicklungen in der Druck- und Papierindustrie weltweit  fördern. Neben Deutschland gehören Global Print Herstellerverbände aus den USA, China, Japan, Indien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und der Schweiz an. Diese Länder machen knapp drei Viertel des Weltmarktes für Drucktechnikprodukte aus.

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