Für blütenweißes Papier

15.11.2016 Wasserstoffperoxid-Dosieranlage kurz vor dem Versand aus der Fertigung In der Wasserstoffperoxid-Dosieranlage sind zwei Kolbenmembran-Dosierpumpen und ein magnetisch-induktiver Messwertaufnehmer verbaut

Das Naturprodukt Holz enthält Lignin, das bei der Verarbeitung zu Zellstoff für die Gelbfärbung verantwortlich ist. Für eine bessere Lesbarkeit und Neutralität des Endprodukts Papier ist daher ein Bleichen des Zellstoffs unabdingbar. Geschah dies früher häufig mit Chlor, werden heute zunehmend umweltfreundlichere Stoffe eingesetzt, so auch Wasserstoffperoxid.

Im vorliegenden Fall hat die MPT Meß- und Prozeßtechnik GmbH eine Dosieranlage mit zwei Pumpen an einen internationalen Papierhersteller geliefert. Diese Anlage wurde dafür ausgelegt, 49%-iges Wasserstoffperoxid mit einer max. Menge von 1668 l/h gegen max. 14bar zu dosieren.

Da Wasserstoffperoxid ätzend und brandfördernd ist, ja sogar bei Verunreinigung explodieren kann, mussten die verbauten Materialien besonderen Ansprüchen genügen. Außerdem musste beim Einbau in die übergeordnete Verfahrenstechnik durch den Betreiber an der Impfstelle ein Rückschlagventil montiert werden, das ein Zurückströmen von Fremdstoffen in die Wasserstoffperoxid-Rohrleitung sicher verhindert.

Doch auch bei dieser optimalen Auslegung muss mit dem Fördermedium sehr vorsichtig umgegangen werden. Bei Einhaltung der erforderlichen Regeln ist ein optimaler Betrieb im Herzen der Papierherstellung gewährleistet.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel im Wochenblatt für Papierfabrikation, Ausgabe 02/2013 auf Seite 119.
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