Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021

WfP 2021 · Nr. 12 Die Fachzeitschrift für die Papier- und Zellstof ndustrie D 11579 D 149. Jahrgang Dezember 2021 12 JEDES JAHR DIE RICHTIGE WAHL: LÖSUNGEN VON CLOUTH. Die Clouth Group wünscht all ihren Kunden und Partnern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen glücklichen, erfolgreichen Start ins neue Jahr. Wir bedanken uns für Ihre Treue und freuen uns auf ein gemeinsames 2022. www.clouth.com Joh. Clouth GmbH & Co. KG Clouth Sprenger GmbH Joh. Clouth Maschinenbau Eltmann GmbH & Co. KG SYMPOSIUM 677KLARTEXT.ÖKOLOGIE. ROHSTOFFE 683 Landnutzung und Bioökonomie ENERGIE 686 Dekarbonisierung PRODUKTDESIGN 700 Cradle to Cradle Berichte zur Vortragsreihe KLARTEXT. ÖKOLOGIE.

Dresden: 22. und 23. Oktober 2021 – das passende Zeitfenster, um in Zeiten von Corona ein sehr ambitioniertes Vorhaben zu starten, eine Präsenzveranstaltung gemäß 2G mit 300 Besuchern durchzuführen. Die Herausforderungen in der Vorbereitung waren anspruchsvoll und von ständigen Veränderungen gekennzeichnet. Die Entscheidung fiel auf ein Hybridformat, um Mitgliedern zusätzlich eine Online-Teilnahme an der Tagung zu ermöglichen. Drei Vereine – Vereinigter Papierfachverband München e. V. (VPM), Akademischer Papieringenieurverein Dresden e. V. (APV Dresden) und Akademischer Papieringenieurverein Darmstadt e. V. (APV Darmstadt) – veranstalteten das sechste gemeinsame Jahrestreffen. 2015 startete das gemeinsame Symposium der drei Vereine in Dresden, da lohnt sich ein gedanklicher Rückblick auf die danach folgenden Stationen in Berlin, Darmstadt, München, Köln und Salzburg. Die Vortragsreihe war in diesem Jahr auf das hochaktuelle Thema Ökologie ausgerichtet. Mit Blick auf knappe fossile Rohstoffe, Klimawandel und wachsende Weltbevölkerung sind nachhaltige und ressourceneffiziente Strategien gefragt. Bis zum Jahr 2030 soll der CO2-Ausstoß in der EU um mindestens 55% gesenkt werden. Es kommt daher schon jetzt darauf an zu erkennen, mit welchen Maßnahmen dieses Ziel im Laufe der 20er Jahre erreicht werden kann, ohne dadurch die Aspekte der Versorgungssicherheit und der Bezahlbarkeit von Energie aus dem Blick zu verlieren. Die Papierindustrie, die die biobasierte Kreislaufwirtschaft seit Jahren lebt und sich durch ihre Entwicklung hin zur Bioraffinerie ständig weiterentwickelt, sieht den Wandel in Richtung Bioökonomie als einen wesentlichen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Sie fokussiert sich dabei auf die Forschung und Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen auf Basis einer effizienten Nutzung des Rohstoffes Holz. Dafür benötigt die Branche passende politische Rahmenbedingungen, um über Innovationen die Transformation weiter voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen. Im Rahmen der Tagung wurden die Jahrestagungen von VPM, APV Dresden und APV Darmstadt durchgeführt. Die Berichte von der Hochschule München – Studiengang Verpackungstechnik und Verfahrenstechnik Papier sowie von den Universitäten TU Dresden – Studienrichtung Holztechnik und Faserwerkstofftechnik – und TU Darmstadt – Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik – einschließlich der Studentenvorträge ermöglichten den Tagungsteilnehmern, sich einen umfassenden Überblick zu den Aktivitäten in Lehre und Forschung an diesen Ausbildungseinrichtungen zu verschaffen. Auch Exkursionen wurden erneut angeboten, wahlweise Besichtigungen in und um Dresden oder Fachexkursionen zu Hamburger Containerboard in Spremberg und in das Caminauer Kaolinwerk. Das Mentorenprogramm fand in diesem Jahr eine große Resonanz und verhalf den jungen Studierenden, durch die Unterstützung von Industrievertretern schneller Kontakte knüpfen und ihr Netzwerk erweitern zu können. 58 Studenten waren nach Dresden gekommen, auch für sie sind 1,5 Jahre Online-Vorlesungen eine enorme Herausforderung. Die Unterstützung und Förderung des PapiertechnikNachwuchses ist Zweck und Ziel von VPM, APV Dresden und APV Darmstadt an der jeweiligen Hochschule bzw. Universität. Um die anspruchsvollen Aufgaben der Zukunft bewältigen zu können, benötigt die Branche hochqualifizierten ingenieurtechnischen Nachwuchs. Entwickeln Sie gemeinsam mit den Vereinen Ideen, wie man junge Leute für eine Ausbildung in der Papierindustrie und ein weiterführendes Studium begeistern kann. Werben Sie in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld, speziell auch in Ihrer Familie, für diese interessante Fachrichtung! Für die Ausrichtung des Symposiums wird die Unterstützung durch Sponsoren benötigt. Ihnen gilt ein besonderer Dank. Nicht zu vergessen sind die fleißigen Organisatoren des Symposiums, die diese Arbeit alle im Ehrenamt stemmen. Fazit: Zufriedenheit und Erleichterung, sowie Vorfreude auf 2022: Das nächste gemeinsame Symposium der Papieringenieure findet vom 20. bis 22. Oktober 2022 in Berchtesgaden statt. Es wird sich in seiner Vortragsreihe mit dem Thema „KLARTEXT. INNOVATION. Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Papier- und Zellstoffindustrie“ beschäftigen. Sie sind herzlich eingeladen! KLARTEXT. ÖKOLOGIE. Dr.-Ing. Kerstin Graf Chefredakteurin 665 12/2021 Wochenblatt für Papierfabrikation EDITORIAL

Die integrierte Kreislaufwasserbehandlungsanlage der Progroup PM3 erlaubt es, den nötigen Frischwassereinsatz um rund 80 Prozent gegenüber vergleichbaren Fabriken zu reduzieren. Sie arbeitet wie eine biologische Niere und säubert das Wasser. Es kann danach erneut verwendet werden. So werden rund 3.750.000 Kubikmeter Frischwasser pro Jahr eingespart. Ein Wiedersehen nach zwei Jahren – Vereinigter Papierfachverband München e. V. (VPM), Akademischer Papieringenieurverein Dresden e.V. (APV Dresden) und Akademischer Papieringenieurverein Darmstadt e.V. (APV Darmstadt) – veranstalteten das 6. gemeinsame Jahrestreffen am 22. und 23. Oktober 2021 im Bilderberg Bellevue Hotel Dresden. 692 676 Seit 1874 steht der Name Clouth für Werte wie Qualität, Zuverlässigkeit, LösungsOrientierung und Innovationskraft. Sie sind die Wurzeln des Unternehmens und seine Zukunft. Deshalb sind Clouth-Produkte weltweit an jeder dritten Papiermaschine im Einsatz. Heute umfasst die Clouth Group mehrere Gesellschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Doch alle haben ein gemeinsames Ziel: Immer das Beste für den Kunden zu geben. Mit Produkten „Made in Germany“ Titelanzeige Bild: Progroup VORTRAGSREIHE ÖKOLOGIE 680 KLARTEXT. ÖKOLOGIE. Standortbestimmung der Zellstoff- und Papierindustrie auf dem Weg zu einer CO2-neutralen und umweltgerechten Produktion 682 Klimapolitik: Zwischen Vision und Wirklichkeit Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Papierindustrie 683 Landnutzung und Bioökonomie in der Energiewende Bedeutung für die künftige Rohstoffversorgung 686 Entwicklung von Industriestandorten hin zu einer klimaneutralen Produktion Lösungsansätze zur Dekarbonisierung der Papierindustrie 692 Die biologische Niere Kreislaufwasserbehandlungskonzept als konsequente Fortführung der Green-High-Tech-Strategie JEDES JAHR DIE RICHTIGE WAHL: LÖSUNGEN VON CLOUTH. Die Clouth Group wünscht all ihren Kunden und Partnern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen glücklichen, erfolgreichen Start ins neue Jahr. Wir bedanken uns für Ihre Treue und freuen uns auf ein gemeinsames 2022. www.clouth.com Joh. Clouth GmbH & Co. KG Clouth Sprenger GmbH Joh. Clouth Maschinenbau Eltmann GmbH & Co. KG Clouth - Anzeige Jahreswechsel_2021_22_01.indd 1 19.11.21 12:38 Bild: Jörg Padberg SYMPOSIUM 677 CO2-neutrale und umweltgerechte Produktion Symposium der Papieringenieure 2021 in Dresden 666 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 INHALT

RUBRIKEN 668 Branche Aktuell 727 Veranstaltungen 727 Buch SERVICE 727 Einkaufsführer Marktplatz 728 Impressum 694 Nachhaltigkeitstrends Auswirkungen auf die Zellstoff- und Papierindustrie 696 Nachhaltigkeit der Papierindustrie – heute Vorreiter, morgen schon abgehängt? Eine Einschätzung angehender Papieringenieure 698 Modellfabrik Papier Forschung für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Papierfabrik der Zukunft 700 Cradle to Cradle Die neue Qualität des Recyclings MITGLIEDERTREFFEN 702 APV Darmstadt – Mitgliederversammlung 2021 Vereinsarbeit digital in Zeiten von Corona 704 Bericht der Technischen Universität Darmstadt 2021 Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik 706 31. Dresdner APV-Jahreshauptversammlung Vereinsarbeit in Zeiten großer Herausforderungen 710 Bericht der Technischen Universität Dresden 2021 Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik 698 696 Bild: MFP Im Rahmen des Symposiums der Papieringenieure 2021 wurden die Studenten mit fachspezi¢schem Studium der Papiertechnik an der TU Darmstadt, der TU Dresden sowie der Hochschule München gebeten, einen gemeinsamen Standpunkt zum Thema zukünftige Herausforderungen der Papierindustrie zu erarbeiten. 716 Mitgliederversammlung des Vereinigten Papierfachverbandes München e. V. 720 Bericht der Hochschule München 2021 Studiengang Verpackungstechnik und Verfahrenstechnik Papier 725 Studentenvortrag TU Dresden HFT 726 Studentenvortrag TU Darmstadt PMV Mit der Gründung der Modellfabrik Papier durch 15 Unternehmen aus der Papier- und Papierzulieferindustrie im Dezember 2020 wurde eine gemeinnützige Forschungsinfrastruktur geschaffen, die der Papierindustrie die Möglichkeit gibt, im Rahmen eines offenen Innovationsnetzwerkes an einem zentralen Ort im Rheinischen Braunkohlerevier disruptiv an der Vision einer klimaneutralen Papierproduktion zu arbeiten. Bild: Schabel Organ des Akademischen Papieringenieur-Vereins e.V. an der DHBW Karlsruhe Organ des Akademischen Papieringenieur-Vereins an der TU Dresden e.V. Mitteilungsblatt des Vereinigten Papierfachverbandes München e.V. Organ des Papierzentrums Gernsbach Mit den Mitteilungen der Papiertechnischen Stiftung (PTS) München, Heidenau Organ der Vereinigung Gernsbacher Papiermacher e.V. Organ des Akademischen Papieringenieur-Vereins e.V. an der TU Darmstadt 667 12/2021 Wochenblatt für Papierfabrikation INHALT

Die Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG ist für den Deutschen Umweltmanagementpreis 2021 nominiert. Dieser Preis wird an Unternehmen und Organisationen für herausragende Leistungen im Klima- und Umweltschutz deutschlandweit vergeben. Palm zählt zu den drei Nominierten in der Kategorie „Beste Maßnahmen Umweltschutz“ mit dem Bau der modernsten Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von We l l pappenrohpap i e r am Stammsitz des Unternehmens in Aalen. In dieser Kategorie werden Maßnahmen und Projekte zur Nachhaltigkeit prämiert, die im Rahmen eines Umweltmanagements zur Verbesserung der Umweltleistung von Prozessen, Produkten oder Dienstleistungen bereits umgesetzt und bewertet worden sind. Aus ökologischen Gründen geht der Trend hin zu Wellpappenrohpapier in besonders leichten Flächengewichten, da diese Materialeinsparungen ermöglichen und zu einer Reduktion des Gewichts und des Volumens von Verpackungen führen. „Mit den Produkten von der neuen PM 5 wird die Ökobilanz bereits nachhaltiger Verpackungen aus Wellpappe weiter verbessert.“, fasst Stephan Gruber, Geschäftsführer Technik von Palm, zusammen. „Durch den Einsatz neuester Technologien wie der innovativen Altpapier-Auflösetechnik – Green Pulping – wird im Recyclingprozess eine verbesserte Faserausbeute bei geringerem Energieeintrag ermöglicht. In Kombination mit der innovativen Trocknungstechnologie – OptiDry – kann auf der Papiermaschine noch effizienter und ressourcenschonender besonders leichtgewichtiges Wellpappenrohpapier produziert werden. Insgesamt werden so der Energiebedarf und der Emissionsausstoß in der gesamten Wertschöpfungskette reduziert“, führt Stephan Gruber den Einsatz modernster Technik im Produktionsprozess aus. Der Deutsche Umweltmanagementpreis ist der offizielle Nachfolge-Wettbewerb der EMASAwards auf nationaler Ebene, die zuletzt im Jahr 2019 im europäischen Umweltmanagementsystem Emas („Eco-Management and Audit Scheme“) ausgeschrieben wurden. Eine Jury, besetzt mit Expertinnen und Experten des Bundesumweltministeriums, des Verbands für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e. V., des Umweltgutachterausschusses, der DAU – Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsstelle für Umweltgutachter mbH und der United Nations University (UNU), votiert, wer den Umweltmanagementpreis 2021 erhält. www.palm.de Papierfabrik Palm Nominierung für Deutschen Umweltmanagementpreis 2021 Bild: Palm Palm PM 5 – Blick in die Maschinenhalle Mit Verpackungen aus SilphiePapier möchten Lidl und Kaufland Verpackungen aus regionalen Silphie-Pflanzen zur neuen Blüte verhelfen. Die Umweltsparte der Schwarz Gruppe, PreZero, hat mit seiner Marke Out Nature und dessen Entwicklungspartner STI Group eine nachhaltige Verpackungslösung realisiert. „Dass die Kresse-Verpackung aus Silphie-Material in den Lidl- und Kaufland-Märkten eingesetzt werden kann, erfüllt uns mit einem gewissen Stolz“, sagt Jakob Rinninger, CEO der STI Group. „Als Entwicklungspartner von Out Nature haben wir die technischen Eigenschaften des Silphie-Materials bereits seit Ende 2020 in der Praxis erprobt und echte Pionierarbeit geleistet.“ Zunächst wurden die Bedruck- und Lackierbarkeit von Kartonbögen, später die Stanz- und Kaschiereigenschaften getestet. Das Material überzeugte und kann heute in Form von Karton oder Wellpappe für Verpackungen und Displays verwendet werden. Schon jetzt kann das SilphiePapier im direkten Lebensmittelkontakt eingesetzt werden. Durch weitere Forschung soll das Papier zusätzliche Barriereeigenschaften z. B. gegen Wasser oder Fett erhalten. Die STI Group treibt die Entwicklung nachhaltiger Lösungen im Rahmen von Circular Innovation strategisch voran, so auch das Thema Silphie im Kontext innovativer nachhaltiger Materialien. „Wir gehen für unsere Kunden ganz neue Wege, um gemeinsam nachhaltigere Verpackungs- und POS-Lösungen zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, neue Ansätze gemeinsam erfolgreich zur Produktionsreife zu führen, wie im aktuellen Silphie-Projekt“, so Rinninger. Die beiden Handelssparten Lidl und Kaufland führen die Papierverpackungen auf Basis der Silphie-Pflanze ab jetzt sukzessive im Bereich Obst und Gemüse ein – gestartet wird mit der BioKresse. Bei Lidl ist die Bio-Kresse in der Silphie-Verpackung zunächst in Süddeutschland erhältlich, bei Kaufland wird sie in Kürze flächendeckend in allen Filialen in Deutschland zu kaufen sein. Damit startet eine Reihe vieler weiterer Produktumstellungen: Zeitnah folgen bei Kaufland beispielsweise Bio-Tomaten, -Äpfel und -Champignons, die Ausweitung auf weitere Landesgesellschaften ist in Planung. www.sti-group.com STI Group Neue Silphie-Verpackung für Lidl und Kau£and 668 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 BRANCHE AKTUELL

Die Felix Schoeller Group aus Osnabrück hat ihr Produktportfolio im Bereich Packaging ausgeweitet – mit Erfolg! Auf der Fachpack in Nürnberg konnte sich das internationale Fachpublikum erstmals von der neuen Vielfalt überzeugen. Ein Highlight dabei war das innovative FlexPaper pure, hergestellt durch Extrusionslaminierung auf Basis nachwachsender, FSCzertifizierter Zellstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Der Clou: Verpackung aus FlexPaper pure ist nicht nur ein Eyecatcher an jedem Point of Sale, weil das Spezialpapier hervorragende Eigenschaften für beste Druckergebnisse im Flexo- und Tiefdruck mitbringt. Die neue Felix-Schoeller-Verpackungslösung kann darüber hinaus dank seines hohen Papieranteils von 95 Prozent an der Gesamtverpackung nach dem Gebrauch ganz einfach im Altpapier entsorgt werden. Eine unabhängige Verpackungsanalyse nach der Prüfmethode „Made for Recycling“ hat bestätigt: FlexPaper ist „gut zu recyceln“. „Nachhaltiges Packaging bedeutet für uns, Schritt für Schritt traditionelle Materialien aus dem Bereich Verpackung durch umweltfreundliche Lösungen zu ersetzen“, so Andrea Drieskes, Sales und Business Development Manager Felix Schoeller Group. FlexPaper pure leistet einen Beitrag dazu, Produkte aus verschiedensten Kategorien natürlich, nachhaltig und sicher zu verpacken – für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft. Alexandra Tovar, Marketing-Managerin für den Bereich Packaging bei der Fel ix Schoel ler Group: „Die durchweg positiven Resonanzen, die wir dafür auf und auch nach der Fachpack bekommen haben, zeigt uns, wie groß insbesondere das Interesse an nachhaltigen Produkten in diesem Segment ist und dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ FlexPaper pure überzeugt mit moderater Siegelnahtfestigkeit, ideal für Deckel fol ien und Schlauchbeutelverpackungen (vertikal/horizontal) zur Weiterverarbeitung auf den gängigen Verpackungsmaschinen. Darüber hinaus besticht die ökologische Verpackungslösung der weltweit agierenden Felix Schoeller Group durch seine natürliche Haptik. FlexPaper pure ist vielfältig einsetzbar für die Verpackung von Füllgütern, die keine Sauerstoffbarriere benötigen, wie Seife, für Trockensortimente wie Nudeln, für Non Food, wie Windeln oder Binden, als Wickelpapier für Käse-Stücke und Bonbons oder als Umverpackung für bereits verpackte Bonbons, Kekse oder Tiefkühlkost. Und wie bei allen zukunftsfähigen Spezialpapieren für eine Vielzahl von Anwendungen und digitalen Drucktechnologien gilt auch für die nachhaltigen Papierverpackungslösungen das Versprechen des Familienunternehmens mit mehr als 3.700 Mitarbeitern, sich regelmäßig Zertifizierungen und Auditierungen zu stellen. packaging.felix-schoeller.com Felix Schoeller Group Natürlich, nachhaltig und sicher verpackt Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ hat im Rahmen des Umbaus der Kartonmaschine KM2 der Knauf Petroboard, Kommunar, Russland, einen neuen Tragtrommelroller erfolgreich in Betrieb genommen. Die KM2 – mit einem Grammaturbereich von 100 bis 320 g/m2 – hat eine Konstruktionsgeschwindigkeit von 700 m/min und eine Arbei t sbrei te von 4,26 m. Die maximale Kapazität beträgt 155.000 Jahrestonnen für die Produktion von Gipskarton aus 100 % Altpapier als Rohmaterial. Der Umbau umfasst ein neues PrimeReel-System mit neuen Tambouren, Antr ieben und Steuerungen, das eine gleichmäßige Papierqualität von der ersten bis zur letzten Lage bei der Aufrol lung sicher stel l t. Durch die neue Aufrollung verringert sich der bisherige anfallende Ausschuss, und es können größere Rol lendurchmesser eingesetzt werden, wodurch weniger Tambourwechsel erforderlich sind. ANDRITZ hat bereits die komplette Nasspartie (bestehend aus Konstantteil und Siebpartie) sowie den gesamten Elektroantrieb (Mehrmotorenantrieb) der KM2 im Jahr 2018 umgebaut. Yuriy Mikhaylov, Generaldirektor der Knauf Petroboard AG, sagt: „Wir sind von der Arbeit des ANDRITZ-Teams wirklich sehr beeindruckt. Trotz der sehr herausfordernden Gegebenheiten durch die Covid-Pandemie verlief die Inbetriebnahme problemlos und sogar vor dem geplanten Zeitpunkt.“ Knauf Petroboard, Mitglied der internationalen Knauf Gruppe, hat eine führende Marktposition in Russland und den GUS-Staaten bei der Herstellung von Verpackungs- sowie Gipskarton, der bei der Produktion von Gipsbauplatten verwendet wird. www.andritz.com ANDRITZ Neues PrimeReel-System bei Knauf Petroboard in Russland Verpackung mit 95% Papieranteil: FlexPaper pure der Felix Schoeller Group Bild: Felix Schoeller 669 12/2021 Wochenblatt für Papierfabrikation BRANCHE AKTUELL Formatschneiden / Rollenschneiden / Papierservice Verpackungspapiere / Grafische Papiere / Spezialpapiere / Verbundstoffe PAPIER KOMMT IN FORM Papierverarbeitung Golzern GmbH . info@pv-golzern.de . +49 34385 5060-0 www.pv-golzern.de

Mondi investiert 20 Millionen Euro, um die Nachhaltigkeit seiner Zellstoffproduktion im Werk Frantschach (Österreich) weiter zu verbessern. Das Werk, das im Jahr 2021 sein 140-jähriges Bestehen feiert, ist bereits seit vielen Jahren energieautark und versorgt umliegende Gemeinden und Industrieunternehmen mit überschüssiger Wärme aus der Zellstoffproduktion. „Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft rückt heute faserbasierte Produkte und Zellstoff mitten ins Rampenlicht. Holz ist nicht nur eine erneuerbare Ressource, sondern wir wissen auch, dass Papier das am häufigsten recycelte Material der Welt ist. So werden beispielsweise 74% des Papiers und 83% der papierbasierten Verpackungen in Europa recycelt. Die neuen Anlagenteile werden unsere Zellstoffproduktion noch effizienter und nachhaltiger machen. Durch die Modernisierung und Erweiterung der Eindampfanlage wird der ausgekoppelte Wärmeanteil erhöht – bei gleichzeitiger Redukt ion der benöt igten Fr ischdampf-Menge. Außerdem wird der chemische Sauerstoffbedarf der biologischen Abwasserkläranlage um 140 Tonnen pro Jahr reduziert“, sagt Gottfried Joham, Geschäftsführer von Mondi Frantschach. Ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung war die Notwendigkeit, Holz als Primärrohstoff optimal zu nutzen. „Holz ist einer der wichtigsten Rohstoffe für eine Zukunft, die auf nachwachsenden Rohstoffen und nicht auf fossilen Rohstoffen basiert, und Ressourceneffizienz ist ein ebenso wichtiger Aspekt. Wir sehen uns als Vorreiter in der Bioökonomie, indem wir beispielsweise den Anteil der Nebenprodukte aus der Zellstoffproduktion erhöhen.“ so Joham. In diesem konkreten Fall wird der Anteil von Tallseife, die beispielsweise bei der Herstellung von Lacken, Klebstoffen oder Folien verwendet werden kann, von derzeit 18kg auf 35 kg per Tonne Zellstoff erhöht. Mit der Errichtung der neuen Eindampfanlage wird ab sofort begonnen, die Inbetriebnahme erfolgt im Herbst 2023. Mondi Frantschach produziert Kraftpapiere, die beispielsweise für Lebensmittel, Baustoffe und Futtermittel eingesetzt werden. Die Ambitionen von Mondi im Bereich der Nachhaltigkeit werden durch den Mondi Action Plan 2030 (MAP2030) verdeutlicht: Durch die Konzentration auf kreislauforientierte Verpackungs- und Papierprodukte; handlungsfähige Mitarbeiter*innen sowie Maßnahmen gegen den Klimawandel glaubt die Gruppe, dass sie die größten positiven Veränderungen erzielen und zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen wird. Über Mondi Kraft Paper Mondi Kraft Paper ist Teil des Mondi Geschäftsbereichs Flexible Packaging und der weltweit führende Hersteller von hochwertigem gebleichtem und ungebleichtem Sackkraftpapier, gebleichtem, ungebleichtem und recyceltem Spezialkraftpapier sowie gebleichtem und ungebleichtem Marktzellstoff aus zertifiziertem Holz. Die vollständig integrierten Werke bieten Papiersorten für zahlreiche Anwendungen, die in starke und dennoch leichte industriell hergestellte Papiersäcke für die Zement-, Baustoff-, Lebensmittel-, Agrar- oder chemische Industrie Mondi Frantschach Investition in nachhaltige Zellstoffproduktion Die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie wird ab 2022 auf Bundesebene einheitlich von einem wirtschafts- und sozialpolitischen Spitzenverband unter dem Namen DIE PAPIERINDUSTRIE e. V. vertreten. Bei den außerordentlichen Mitgliederversammlungen der beiden bisherigen wirtschafts- und sozialpolitischen Bundesverbände wurden entsprechende Verschmelzungsbeschlüsse gefasst. Auf der sich anschließenden ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung wurde Winfr ied Schaur, Executive Vice President Technology UPM, zum Präsidenten des neuen Einheitsverbandes gewählt. Vizepräsidenten sind Martin Krengel, WEPA SE, und Dr. Christopher Grünewald, Gebr. Grünewald GmbH & Co. KG. „Wir stehen vor großen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen und werden mit dem neuen Verband unsere Interessen noch deutlicher in Berlin vertreten“, erklärte Präsident Schaur, bisher Präsident des wirtschaftspolitischen Bundesverbands. „Die sozialpolitische und wirtschaftspolitische Interessenvertretung gehören untrennbar zusammen. Wir können unsere Kräfte in beiden Bereichen jetzt noch besser bündeln“, erklärte Vizepräsident Krengel, bisher Vorsitzender des sozialpolitischen Bundesverbands. Geführt wird der neue Verband vom Hauptgeschäftsführer, Alexander von Reibnitz. Stellvertretender Hauptgeschäftsführer wird Andre Müller. Sitz des Verbandes ist in Berlin. Er verfügt über weitere Geschäftsstellen in Bonn sowie im Papierzentrum in Gernsbach. Die Landesverbände der Zellstoff- und Papierindustrie werden jeweils Mitglieder des neuen Einheitsverbands. Der Einheitsverband DIE PAPIERINDUSTRIE wird bundesweit die zentrale sozial-, tarif- und wirtschaftspolitische Interessenvertretung der Unternehmen der Zellstoff- und Papierindustrie in Deutschland sein und die gemeinsamen Belange der Branche mit ihren über 100 Unternehmen sowie rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Bundes- und Landesebene bündeln und vertreten. www.papierindustrie.de sowie in Einkaufstaschen für Einzelhändler, eCommerce-Verpackungen und Dämmpapiere umgewandelt werden können, die bewusst nachhaltig sind. Das F&E-Zentrum in Frantschach, Österreich, optimiert kontinuierlich die Produktionsprozesse, um intelligentere und nachhaltigere Verpackungslösungen zu entwickeln, indem es sich auf die Einhaltung höchster Umweltstandards konzentriert. Mondi Frantschach verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Papierherstellung und hat vier Niederlassungen in Österreich, Bulgarien, der Tschechischen Republik und Schweden. www.mondigroup.com DIE PAPIERINDUSTRIE e. V. Ab 2022 mit Einheitsverband – Winfried Schaur Präsident 670 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 BRANCHE AKTUELL

OutNature, eine Marke des Umweltdienstleisters PreZero, wurde für Silphie-Papier vom Rat für Formgebung in der Kategorie „Material and Surfaces“ im Bereich „Excellent Product Design“ mit dem German Design Award Gold ausgezeichnet. Der ökologische Verpackungs- und Papierwerkstoff aus der Energiepflanze Silphie überzeugt durch seine sehr guten Druck- und Verarbeitungseigenschaften sowie seine natürliche Optik und Haptik. „OutNature nutzt mit den Silphie-Fasern, die bei der Erzeugung von Biogas anfallen, einen regionalen Pflanzenrohstoff, um daraus einen ökologischen Verpackungs- und Papierwerkstoff mit eigenständigem Charakter herzustellen. Das Unternehmen separiert dazu die Pflanzenfasern der Energiepflanze mittels eines biothermischen Verfahrens und erhält hierdurch hochwertige, ressourcenschonende Naturfasern, die zusammen mit Zellstoff zu Silphie-Papier weiterverarbeitet werden. Eine sinnvolle bioökonomische Kaskadennutzung der regionalen Energiepflanze Silphie“, heißt es in der offiziellen Begründung der Jury. „Die Silphie ist eine mehrjährige Kultur, die durch ihre lange Blütezeit besonders insektenfreundlich ist und die heimische Biodiversität fördert. Gleichzeitig reichert sie den Boden mit Humus an, speicher t CO2 ein und schützt den Boden vor Wind- und Wassererosionen. Aus dieser einzigartigen Pflanze stellen wir unser innovatives SilphiePapier als Basis für nachhaltige Verpackungslösungen her. Die Prämierung mit dem international renommier ten German Design Award 2022 in Gold ist für uns eine ganz besondere Wertschätzung, die uns weiter bestärkt und unserem Markteintritt zusätzlichen Auftrieb gibt“, freut sich OutNature-Geschäftsführer Thomas Tappertzhofen. Ende 2020 erhielt OutNature bereits den Deutschen Verpackungspreis, Anfang 2021 folgte die Auszeichnung mi t dem renommierten WorldStar Award der World Packaging Organisation (WPO). Seit Kurzem wird Silphie-Papier bereits bei Kaufland und Lidl im Bereich Obst und Gemüse eingesetzt. German Design Award 2022 prämiert seit zehn Jahren wegweisendes Design Zum inzwischen zehnten Mal hat der Rat für Formgebung den German Design Award, einen der anerkanntesten internationalen Design-Awards, vergeben. Der weltweit anerkannte Preis geht an Unternehmen, deren wegweisende Produkte und Projekte in den Bereichen „Excellent Product Design“, „Excellent Communications Design“ oder „Excellent Architecture“ überzeugen. Die Gold-Auszeichnung des German Design Award ist die höchste Auszeichnung, die für eine exzellente, ganzheitliche und innovative Designleistung verliehen wird. Gold-Preisträgerinnen und -Preisträger liefern als maßgebl iche Wegweiser wichtige Impulse für ganze Branchen. Bewertet werden die Einreichungen von einer internationalen Jury, die sich aus führenden Fachleuten aller Disziplinen des Designs zusammensetzt. Der Rat für Formgebung agiert seit 1953 als weltweit führendes Kompetenzzentrum für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design, Marke und Innovation, er förder t den Diskurs und liefer t wichtige Impulse für die globale Wirtschaft. Seinem Mitgliederkreis gehören aktuell mehr als 350 Unternehmen an. www.out-nature.de OutNature Rat für Formgebung würdigt Silphie- Papier mit höchster Auszeichnung Der Rat für Formgebung hat OutNature für Silphie-Papier mit dem German Design Award 2022 in Gold ausgezeichnet. Bild: OutNature 671 12/2021 Wochenblatt für Papierfabrikation BRANCHE AKTUELL Das bietenWIR Ihnen: • Schrittweise Modernisierung Ihrer Anlage (Zone-by-Zone) • Neue Querpro l-Regelungen eingebunden in Ihr QLS • Originalersatzteile und Reparaturservice • Präzisionsfertigung nach Bedarf KPNB • Düsseldorfer Str. 37 42781 Haan • E-Mail: info@kp-nb.de • Mobil: +49 172 699 47 68 KPNB Komponenten + Partner Nicole Buschmeier KPNB-Netz-Werk-Partner Pro le Care - Querpro lregelungen seit 1979 Über 200.000 Ventile und Aktuatoren weltweit im Einsatz! Mehr Infos kp-nb.de

Die gegenwärtige Versorgungslage beziehungsweise die exorbitant langen Lieferzeiten für Karton bleiben vermutlich noch für einige Zeit bestehen, wie der Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) aus einer aktuellen Blitzumfrage ableitet. Zur Entspannung der Situation können wesentlich die Kunden beitragen, indem sie ihre Forecasts zur tatsächl ich benöt igten Verpackungsmenge optimieren. „Wir sehen eine entsprechende Kommunikation der jeweiligen Marktpartner als entscheidend dafür an, die aus dem Takt geratene Supply Chain zu beruhigen, indem die tatsächlichen aktuellen und zukünftigen Bedarfe an Faltschachteln der Kunden mit den Kapazitäten an Rohmaterialien in eine effiziente Kopplung gebracht werden“, stellt Andreas Helbig, Sprecher des FFI Vorstands, fest. Herausfordernd bleiben allerdings externe Faktoren wie die Volatilitäten bei der Altpapier-Versorgung, die Entwicklung der Energiekosten oder der allgemeine Preisauftrieb. Gleichwohl gilt die Supply Chain für Faltschachteln, die aus der natürlichen, nachwachsenden und zertifiziert nachhaltigen Rohstoffquelle Holz oder aus Kreislauf geführtem Altpapier stammen, als resilient. Auftragsreichweite für Faltschachteln und Lieferzeiten für Karton deutlich verlängert Die FFI Blitzumfrage belegt unter anderem eine aktuell deutlich verlängerte Reichweite des eigenen Auftragsbestands der Faltschachtel-Hersteller im Vergleich zum Anfang des Jahres 2021. Momentan reicht der durchschnittliche Auftragsbestand für eine Produktion von elf Wochen. Dem stehen Lieferzeiten für Frischfaser- oder Recycling-Karton gegenüber, die zum Teil noch deutlich darüber liegen. In mehreren Preiserhöhungs-Runden stiegen die Kosten für Frischfaserkarton zum Großteil zwischen 10 und 20 %, bei Recyclingkarton für mehr als zwei Drittel der 36 an der FFI Umfrage teilnehmenden FaltschachtelHersteller um mehr als 20 %. Auffällig, aber vor diesem Hintergrund teilweise nachvollziehbar, sind die Entwicklungen der eigenen Lagerbestände. So berichtet mehr als die Hälfte der Unternehmen von einer Zunahme bzw. starken Zunahme ihrer Bestände an Rohmaterialien. Lösungen für die Verwerfungen in der Supply Chain werden vor allem in einer verbesserten Kommunikation und pragmatischen Planung der realistischen Bedarfe an Karton und Faltschachteln gesehen. Über den Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) Der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. vertritt seit 1948 die Interessen von rund 60 Unternehmen mit über 80 Produktionsstandorten dieses Industriezweigs, der jährlich ca. 990.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,95 Mrd. Euro entspricht. Die FFIMitglieder repräsentieren dabei rund zwei Drittel des Branchenumsatzes. www.f.de Es wird wieder mehr gelesen! Die Menschen haben in Pandemiezeiten verstärkt zu Magazinen, Büchern sowie Zeitungen gegriffen und es wurden viele PrintAbonnements verkauft. Dem gedruckten Wort wird nach wie vor viel Vertrauen entgegengebracht. Außerdem erfreuen sich Kataloge und Anzeigenblätter einer hohen Beliebtheit beim Konsumenten – gedruckt auf hochwertigen Papiersorten von UPM. Als führender Hersteller grafischer Papiere bietet UPM Communication Papers ein umfangreiches Produktsortiment für alle wichtigen Druckverfahren – sei es für Rollenoffset, Heatset, Coldset, Bogenoffset, Tiefdruck oder Digitaldruck. Um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und um die hohen Servicestandards sowie Liefersicherheit zu gewährleisten, hat das Unternehmen das CMR- Angebot weiter ausgebaut. „Zeitschriften, Kataloge und Anzeigen, die auf hochwertigen Papieren von UPM gedruckt werden, bieten ein hervorragendes Leseerlebnis – und das hat für uns oberste Priorität. Insbesondere unsere gestrichenen Papiere mit matter Oberfläche erzielen hervorragende Druckergebnisse mit lebendigen Bildern. Darüber hinaus handelt es sich hierbei um nachhaltige, großvolumige Papiere, die unseren Kunden auch Kostenvorteile bringen“, sagt Atte Lindström, Director, Technical Customer Service & Product Management, UPM Communication Papers. Das neue Angebot an nicht-glänzenden Papieren besteht aus drei Produktreihen mit einer seidenmatten Oberfläche und ausgezeichneten Helligkeitswerten: UPM Star silk H, UPM Ultra silk H new und UPM Cote si lk H. Außerdem umfasst das neue Angebot zwei matte Sorten mit hohem Volumen: UPM Star matt 1.2 H und UPM Ultra matt 1.2 H. „Für unsere Kunden ist es ein enormer Vorteil, dass wir unsere Papiersorten aus mehreren Werken liefern können. Das verbesser te CMR-Angebot unterstreicht, dass UPM zu Printprodukten und der gesamten Druckindustrie steht – jetzt und auch in Zukunft“, so Atte Lindström abschließend. UPM Communication Papers UPM Communication Papers ist der weltweit führende Hersteller von grafischen Papieren und bietet seinen Kunden aus der Werbebranche, dem Verlagswesen und Anwendern aus den Bereichen Home und Office eine umfangreiche Produktpalette. Die leistungsstarken Papiere und Service-Konzepte von UPM schaffen Mehrwert für die Unternehmenskunden und erfüllen zugleich aktiv die strengsten Kriterien für Umweltschutz und soziale Verantwortung. Mit Hauptsitz in Deutschland beschäftigt UPM Communication Papers etwa 7.000 Mitarbeiter. www.upm.com FFI Blitzumfrage Versorgungslage Karton bleibt angespannt Brillant und hochwertig Die neuen CMR-Papiere von UPM Umfangreiches Produktsortiment für alle wichtigen Druckverfahren Bild: UPM 672 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 BRANCHE AKTUELL

Die Vision der WEPA Gruppe ist es, der nachhaltigste und agilste Partner erster Wahl für persönliche und professionelle Hygienelösungen zu sein. Um dies zu erreichen, hat sich das Unternehmen u. a. in den Bereichen Rohstoffe, Produktion, Verpackung und Innovationen klare Ziele in puncto Nachhaltigkeit gesetzt, die im Nachhaltigkeitsber icht der WEPA Gruppe zusammengefasst sind. Die WEPA Gruppe setzt bereits seit mehr als 30 Jahren auf Recyclingfasern als nachhaltigsten Rohstoff für die Produktion von Hygienepapieren. Diese machen heute bereits einen Anteil von 40 Prozent der genutzten Fasern aus und machen WEPA zum europäischen Marktführer im Hinblick auf den ökologischen Fußabdruck beim Rohstoffeinsatz. Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil von Recyclingfasern sowie weiterer Frischfaseralternativen auf 60 Prozent gesteigert werden. Dies trägt u. a. dazu bei, den ökologischen Fußabdruck der Faserrohstoffe um 25 Prozent zu reduzieren. Die WEPA Gruppe hat sich im April zur Science Based Targets Initiative bekannt, um einen Beitrag dazu zu leisten, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Das eingereichte, wissenschaftsbasierte CO2-Reduktionsziel befindet sich aktuell bei der SBTi in der Evaluierungsphase. Die Umsetzung wird in zwei Bereichen geschehen: sowohl bei unternehmensinternen Prozessen als auch in der Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistenden. 25 Prozent der von WEPA verkauften Ware sind heute Recycling- und 24 Prozent Hybridprodukte. Die WEPA Gruppe produziert jedoch nicht nur nachhaltige Hygienepapiere – sie müssen auch nachhaltig verpackt sein. Bereits heute sind 100 Prozent der WEPA Verpackungen recyclingfähig und können somit wiederverwertet werden. Bis 2025 soll darüber hinaus der Anteil an recyceltem Material, das für die Verpackung genutzt wird, auf 60 Prozent gesteigert werden. Hierdurch wird WEPA jährlich 8000 Tonnen Primärkunststoff einsparen. Ein weiteres Ziel ist die Erweiterung des WEPA Produktportfolios um neue nachhaltige Hygienelösungen – unter anderem durch eine eigene Innovationseinheit sowie Kooperationen und Partnerschaften mit besonderem Nachhaltigkeitsfokus entlang der Wertschöpfungskette des Unternehmens. „Insbesondere in den vergangenen Jahren haben wir gespürt, wie rasant die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit auch in der Gesellschaft und bei unseren Kunden und den Konsumenten wächst. Nachhaltigkeit ist einer der Grundwerte der WEPA Gruppe, und wir haben in diesem Bereich bereits viel erreicht. Um aber die Vision zu erreichen, die Nummer eins in Nachhaltigkeit in unserer Branche zu werden, haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Über unsere Fortschritte werden wir transparent berichten“, erläutert Dr. Stefan Gräter, Head of Sustainability bei WEPA. Mit 4 000 Mitarbeitenden produziert die WEPA Gruppe an 13 Standorten in Europa Hygieneprodukte wie Toilettenpapier, Handtuchpapier, Taschentücher und Servietten. WEPA gehört zu den drei größten europäischen Herstellern und ist Marktführer in der Herstellung von Hygienepapieren aus Recyclingfasern. Der Jahresumsatz liegt bei rund 1,3 Mrd. Euro. Hauptsitz der WEPA Gruppe ist das nordrhein-westfälische Arnsberg. www.wepa.eu WEPA Gruppe Nachhaltigkeitsbericht fasst Nachhaltigkeitsziele zusammen 673 12/2021 Wochenblatt für Papierfabrikation PERSONEN +49 511 2129-244 | sales@koerting.de | koerting.de weniger Dampf, mehr Flexibi l i tät beim Trocknen • wirtschaftlich • individuell • systemangepasst Thermokompressoren für die Papier- und Zellstof findustrie

Stora Enso erweitert ihr Verpackungsangebot mit einem neuen Produkt-Portfolio für biobasierte Schaumstoffe aus Holz. Die Produkte sind vollständig recycelbar und können für Schutz- und Thermoverpackungen verwendet werden. Verpackungen fossilen Ursprungs Stora Ensos Angebot besteht aus Fibrease by Stora Enso und Papira by Stora Enso. Beide Schaumstoffe besitzen vielseitige technische und ökologische Eigenschaf ten, und Kunden können anhand ihrer spezifischen Verpackungsanforderungen einen geeigneten Schaumstoff auswählen. Die Schaumstoffe können für den Schutz von empf ind l i chen Waren verwendet werden und sind optimal für Thermoverpackungen von temperatursensiblen Produkten geeignet. Fibrease ist ab sofort kommerziell erhältlich, während die Pilotanlage für die Produkt ion von Papi ra am Standort Fors in Schweden den Betr ieb aufgenommen hat , nachdem im August 2020 die Investition angekündigt wurde. Verpackungen foss i len Ursprungs tragen erheblich zur Umweltverschmutzung bei, da sie 40 % der globalen Plastiknutzung ausmachen. Materialien fossilen Ursprungs wie Plastikumhü l l ungen ode r St y ro - porschaumstoffe sind heute als Polsterungs- und Isoliermaterialien in Verpackungen weit verbreitet. Mit Fibrease und Papira führt Stora Enso jetzt erneuerbare und klimafreundliche Alternativen zum Verpackungsschutz fossilen Ursprungs ein. Die biobasierten Schaumstoffe werden aus zertifiziertem Holz hergestellt und können in Recyclingströmen für Papier recycelt werden. Verbraucher haben Ein£uss „Die Verbraucher von heute drängen auf die Minimierung der Plastiknutzung und die Maximierung der Recyclingfähigkeit. Gleichzeitig nimmt aufgrund wachsender Anforderungen in der E-Commerce- und Kühlkettenlogistik der Bedarf an Verpackungsschutz zu. Mit unseren biobasierten Schaumstoffen helfen wir Kunden, umweltfreundliche und kreislauffähige Verpackungslösungen zu schaffen, die gleichzeitig die Leistungsanforderungen an das Material er füllen, um die Ware letztlich zu schützen und zu isolieren“, erklärt Markus Mannström, EVP Biomaterials bei Stora Enso. Stora Ensos neue Pilotanlage soll Papira als Verpackungsschaumstoff in Kundentestläufen bewerten und validieren. Stora Ensos Standort Fors in Schweden, an dem sich die Pilotanlage für Papira befindet, produziert leichte Kartons für Verbraucherverpackungen. Über Stora Ensos Holzschaumstoffprodukte Fibrease by Stora Enso wird bis zu 98 % aus erneuerbaren Materialien hergestellt und ist dazu konzipiert, Polyurethan- (PU-) Schaumstof fe und Styropor (EPS) sowie ortsgeschäumte Lösungen fossilen Ursprungs zu ersetzen. Fibrease ist ein weiches, aber dennoch belastbares Material, das sich ähnlich wie Rückstellschaum verhält und mit verschiedenen Schaumstoffschneidtechniken und Thermoformung hergestellt werden kann. Es besitzt eine hohe Isolierfähigkeit und eignet sich für Thermoverpackungen, beispielsweise im Online-Lebensmittelverkauf und Medikamentenversand. Der Schaumstoff kann im Recyclingstrom für Papier und Karton recycelt werden und ist optimal, um in geschlossenen Kreisläufen zu neuen Materialien und Produkten recycel t zu werden. Papira by Stora Enso ist ein vollständig biobasierter und biologisch abbaubarer Schaumstoff, der in jedem Papierstrom vollständig recycelt werden kann. Er ist ein flexibler Hartschaumstoff, der eine hohe Stoßfestigkeit bietet und eine plastikfreie Alternative zu Polymerschaumstoffen wie Polyethylen (PE), Styropor (EPS) und Polyurethan (PU) darstellt. Papira ist für den optimalen Schutz von zerbrechlichen, empfindlichen und hochwertigen Verbrauchsgütern wie elektronischen Geräten sowie von Industriegeräten konzipiert. Er k ann mi t v e r s c h i e d e n e n Schaumstoffschneidtechniken und Kaschierungen hergestellt werden. www.storaenso.com Stora Enso Biobasierter Verpackungsschaumstoff Biobasierter Schaumstoff aus Holz für Schutz- und Thermoverpackungen. Bild: Stora Enso 674 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 BRANCHE AKTUELL

Die EU treibt das Thema Energieeffizienz voran. Alte, energiefressende Leuchtstoffröhren werden vom Markt verbannt und machen Platz für hocheffiziente LED-Lösungen. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig aktiv werden und ihre Beleuchtungssysteme prüfen. 2023 ist Schluss: kein Nachschub für T8-Röhren Zum 1. September 2023 werden sogenannte T8-Leuchtstoffröhren gemäß Ökodesign-Richtlinie in der EU verboten. Im Handel sind dann nur noch effiziente Leuchtmittel wie LED zulässig. Um nach dem Stichtag nicht in die Röhre zu gucken, sollten Gebäudemanager einen Ersatz für alte Beleuchtungssysteme rechtzeitig einplanen. Umstellung auf LED lohnt sich Bereits installierte Leuchtstoffröhren dürfen auch über das Verbotsdatum hinaus weiter genutzt werden. Allerdings lohnt sich eine frühe Umstellung: Mit modernen LEDs sind nämlich im Vergleich zu den alten Röhren bis zu 70% Energieeinsparungen drin. Dabei sind die hocheffizienten Leuchtmittel nicht nur äußerst energiesparend, sondern auch vernetzbar und ermöglichen so eine intelligente Lichtaussteuerung. Die Beleuchtung kann gezielt auf Arbeitssituationen ausgerichtet werden, was das Wohlbefinden, die Gesundheit und Produktivität von Mitarbeitern nachhaltig steigert. Darüber hinaus hilft ein smarter Einsatz der Beleuchtung, den Energieverbrauch noch weiter zu senken. Bleibt die Frage: Was ist zu tun? Unternehmen sollten zeitnah prüfen, in welchen Bereichen alte Leuchtstoffröhren im eigenen Betrieb zum Einsatz kommen. Da bei der alten Röhrentechnik nicht nur einzelne Leuchtmittel, sondern die Beleuchtungssysteme selbst ausgetauscht werden, ist für eine Modernisierung ein übergreifendes Konzept für die Neuinstallation empfehlenswert. Auch unabhängig von der gesetzlichen Frist lohnt sich eine baldige Umstellung auf LEDs für alle Betriebe, die noch alte, energiefressende Leuchtstoffröhren im Bestand haben. Im attraktiven Contracting-Modell von EWE können Unternehmen sogar komplett auf eigene Investitionen verzichten und dabei gleichzeitig ihre Betriebskosten sowie CO2-Emissionen dauerhaft senken. Anzeige EWE VERTRIEB GmbH, Cloppenburger Straße 310, 26133 Oldenburg Leuchtstoffröhren adé: EU verbannt Energiefresser. Wenn Sie mehr erfahren möchten: Herbert Warnecke Leiter Key Account Green Solutions greensolutions@ewe.de EWE VERTRIEB GmbH Die Qualität unserer Lichtplanung ist zertifiziert. PZ-LTI-009, PZ-LTI-010, PZ-LTI-075

676 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 SYMPOSIUM

Das nennt man eine Punktlandung. Ein Wiedersehen nach zwei Jahren – Vereinigter Papierfachverband München e. V. (VPM), Akademischer Papieringenieurverein Dresden e.V. (APV Dresden) und Akademischer Papieringenieurverein Darmstadt e.V. (APV Darmstadt) – veranstalteten das 6. gemeinsame Jahrestreffen am 22. und 23. Oktober 2021 im Bilderberg Bellevue Hotel Dresden. Mit 300 Besuchern, darunter 58 Studenten, konnte eine unter Coronabedingungen 2G (3G für die Mitgliederversammlungen) ansprechende Besucherzahl in Präsenz erreicht werden. Das erstmals angebotene Hybridformat bot die Möglichkeit, entweder in Präsenz oder Online an der Veranstaltung teilzunehmen. Wenn sich die drei Vereine treffen, dann ist das ein Potenzial von ca. 1500 Vereinsmitgliedern und damit in der Gemeinschaft eine starke Stimme für eine sich wandelnde Industriesparte, die schon gegenwärtig, aber vor allem in der Zukunft, vor großen Herausforderungen steht. Hochkarätige Vortragsreihe Die Vortragsreihe war in diesem Jahr auf das hochaktuelle Thema „KLARTEXT. ÖKOLOGIE. – Standortbestimmung der Zellstoff- und Papierindustrie“ ausgerichtet. Ein großer Dank geht an den Leiter der Tagungsreihe Dr. Tiemo Arndt, dem es gelungen war, ein sehr interessantes Tagungsprogramm zusammenzustellen. Mit Blick auf knappe fossile Rohstoffe, Klimawandel und wachsende Weltbevölkerung sind nachhaltige und ressourceneffiziente Strategien gefragt. Der Übergang von einer fossilbasierten zu einer biobasierten Wirtschaft gewinnt weltweit an Bedeutung. Bis zum Jahr 2030 soll der CO2- Ausstoß in der EU um mindestens 55% gesenkt werden. Schon jetzt ist es wichtig zu erkennen, mit welchen Maßnahmen dieses Ziel im Laufe der 20er Jahre erreicht werden kann, ohne dabei die Aspekte der Versorgungssicherheit und der Bezahlbarkeit von Energie aus dem Blick zu verlieren. Die Papierindustrie, die die biobasierte Kreislaufwirtschaft seit Jahren lebt und sich durch ihre Entwicklung hin zur Bioraffinerie ständig weiterentwickelt, sieht den Wandel in Richtung Bioökonomie als einen wesentlichen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel. Mit der Hinwendung zu einer Wirtschaftsform, die auf biologischen Ressourcen aufbaut, unterstreicht die Branche ihre Verantwortung als industrieller Vorreiter. Sie fokussiert sich dabei auf die Forschung und Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen auf Basis einer effizienten Nutzung des Rohstoffes Holz. Passend zu diesem Thema: die Keynote. In einem launigen Vortrag erläuterte Prof. Dr. Michael Braungart das Cradle to Cradle-DesignKonzept („Von der Wiege bis zur Wiege“), das er zusammen mit dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entwickelt hat. Er erklärt es so: Energie sparen, enthaltsam sein, die Produktionsprozesse effizienter und weniger schädlich machen – für Prof. Dr. Michael Braungart klingen diese Prinzipien von Nachhaltigkeit, wie wir sie heute verstehen, nicht besonders attraktiv und auch nicht zielführend. Seine Vision ist eine andere: Er möchte Produkte und Produktionsprozesse so entwickeln, dass Verschwendung kein Problem mehr ist. Sie sollen komplett unschädlich sein für Mensch und Natur. Mehr noch: Der Mensch soll mit dem was er tut nützlich sein für andere Stoffkreisläufe. Seine Produkte sollen in Stoffkreisläufen funktionieren, so dass es keinen unnützen Abfall, sondern nur noch nützliche Rohstoffe gibt. Dass das funktionieren kann, zeigen mehrere hundert Produkte auf der Welt, die nach diesem Prinzip entwickelt worden sind. Vieles klingt erstaunlich einfach, und macht trotzdem sprachlos, oder nachhaltig beeindruckend… Weg zu einer CO2-neutralen und umweltgerechten Produktion Symposium der Papieringenieure 2021 in Dresden 677 12/2021 Wochenblatt für Papierfabrikation SYMPOSIUM

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm Im Rahmen der Tagung wurden die Jahrestagungen von VPM, APV Dresden und APV Darmstadt durchgeführt. Die Berichte von der Hochschule München – Studiengang Verfahrenstechnik Papier und Verpackungstechnik – sowie von den Universitäten TU Dresden – HFT – und TU Darmstadt – PMV – einschließlich der Studentenvorträge ermöglichten den Tagungsteilnehmern, sich einen umfassenden Überblick zu den Aktivitäten in Lehre und Forschung an diesen Ausbildungseinrichtungen zu verschaffen. In diesem Jahr war die Vorfreude auf den geselligen Abend im Bilderberg Hotel Bellevue besonders groß. Viele Besucher nutzten diese Möglichkeit, Freunde und Bekannte der Absolventenverbände aus München, Dresden und Darmstadt zu treffen. Auch Exkursionen wurden erneut angeboten, wahlweise Besichtigungen in und um Dresden. Insbesondere die Fachexkursionen zu Hamburger Containerboard in Spremberg mit Besichtigung der neuen PM2 sowie zum Caminauer Kaolinwerk stießen auf großes Interesse. Hier gilt der Dank an beide Unternehmen für die Unterstützung der fachlichen Aktivitäten des Symposiums. Anspruchsvolle Zielsetzungen Die Ziele einer gemeinsamen Tagung, vereint Stärke zu zeigen, besser die gegenseitigen Ressourcen zu nutzen, die Wahrnehmung der Papierindustrie in der Öffentlichkeit zu verbessern, die Interessenvertretungen der Papierindustrie miteinander zu verknüpfen, persönliche Kontakte und Netzwerke zu intensivieren und damit die Papieringenieure für die Zukunft zu positionieren, wurden erneut umgesetzt. Das Mentorenprogramm fand in diesem Jahr eine große Resonanz und verhalf den jungen Studierenden, durch die Unterstützung von Industrievertretern schneller Kontakte knüpfen und ihr Netzwerk erweitern zu können. Schließlich bietet das Symposium für künftige Absolventen eine Plattform für die Kontaktaufnahme zu Firmen und potenziellen Arbeitgebern. Die Unterstützung und Förderung des Papiertechnik-Nachwuchses ist Zweck und Ziel von VPM, APV Dresden und APV Darmstadt an der jeweiligen Hochschule bzw. Universität. Dabei gilt es Wege zu finden, für etablierte Ingenieure weiterhin attraktiv zu bleiben, frische AbsolventInnen in den Verbänden zu halten und gleichzeitig Studierende als zukünftige Generation der Papieringenieure mit der Industrie zusammenzubringen und für diese zu begeistern. Um diese Ziele erreichen zu können, wird die großzügige Unterstützung durch Sponsoren benötigt. Ihnen gilt ein besonderer Dank. Nicht zu vergessen sind die fleißigen Organisatoren des Symposiums, die diese Arbeit alle im Ehrenamt stemmen. Informieren Sie sich zur Vortragsreihe „KLARTEXT. ÖKOLOGIE.“ sowie über die Inhalte von Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Papier- und Verpackungstechnik an der Hochschule München und den Technischen Universitäten Dresden und Darmstadt sowie zu den Mitgliederversammlungen von VPM, APV Dresden und APV Darmstadt. Auf Wiedersehen in Berchtesgaden 2022 Das nächste gemeinsame Symposium der Papieringenieure findet vom 20. bis 22. Oktober 2022 in Berchtesgaden statt. Es wird sich in seiner Vortragsreihe mit dem Thema „KLARTEXT. INNOVATION. Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Zellstoff- und Papierindustrie“ beschäftigen. www.papierfachverband.de (v.l.n.r.) Prof. Dr. Helga Zollner-Croll, Prof. Dr. Ulrich Schurr, Erik Zindel, Dr. Christopher Grünewald, Dr. Tiemo Arndt (v.l.n.r.) Arne Kant, Prof. Dr. Frank Miletzky, Mario Karalus, Ronny Schubert, Dr. Tiemo Arndt (v.l.n.r.) Gesa Richter, Robin Douglas, Prof. Dr. Samuel Schabel, Stephan Schwab, Gerhard Hochstein, Peter Bekaert, Dr. Tiemo Arndt Prof. Dr. Michael Braungart 678 Wochenblatt für Papierfabrikation 12/2021 SYMPOSIUM

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