Revolutionäres Frischfaserkonzept im „Scheufelen Graspapier“
Graspapier von Scheufelen

Donnerstag, 04. Mai 2017 1969 flog mit Apollo 11 das von Scheufelen entwickelte, erste nicht brennbare Papier zum Mond: ein echter Meilenstein in der Geschichte der Papierindustrie, ebenso bahnbrechend wie schon 1892 die Einführung des Scheufelen Kunstdruckpapiers.

Graspapier von Scheufelen ist für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten geeignet.
© Foto: Scheufelen
Graspapier von Scheufelen ist für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten geeignet.
 Graspapier, die neueste Produktfamilie aus dem Hause Scheufelen und unser Beitrag zur UN Agenda 2030, steht in dieser wegweisenden Tradition und revolutioniert erneut die Papierherstellung.

Rohstoffgewinnung im Umfeld der Papierfabrik


Im Scheufelen Graspapier werden 50% Frischfasern aus sonnengetrocknetem Gras verwendet. Anders als bei vielen auf dem Weltmarkt erhältlichen Frischfaserzellstoffen wird dieses Material in der nächsten Umgebung der Papierfabrik in der Biosphärenregion Schwäbische Alb aus einem mehrmals jährlich nachwachsenden Rohstoff gewonnen und soll zukünftig direkt in der Papierfabrik in Lenningen in einer gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Creapapier GmbH (Hennef) betriebenen Anlage verarbeitet werden.

Im Vordergrund steht dabei die Herstellung eines kostengünstigen Frischfaserzellstoffs unter möglichst geringer Umweltbelastung. Diese beruht auf einem verschwindend niedrigen industriellen Wasserbedarf (weniger als 1 Liter pro Tonne Graszellstoff, verglichen mit mehreren tausend Litern Wasser pro Tonne Holzzellstoff), einer massiven Energieersparnis von bis zu 80% pro Tonne Frischfasermaterial und dem kompletten Verzicht auf Prozesschemikalien.

Ressourcenschonend und lebensmittelunbedenklich


Der schonende Einsatz dieser Ressourcen geht in die Umweltbilanzen der mit Graspapier verpackten Produkte eins zu eins ein, verstärkt die ohnehin schon großen ökologischen Vorteile von Papierverpackungen und erlaubt einen einzigartigen Marketingansatz. Weiterhin entsprechen Frischfaserverpackungen auf Graspapierbasis bereits heute allen Anforderungen, die sich aus der geplanten Mineralölverordnung für Verpackungsmaterialien mit Blick auf noch besseren Verbraucherschutz ergeben werden. Die Lebensmittelunbedenklichkeit wird durch ein entsprechendes ISEGA Zertifikat bestätigt, außerdem ist das Material recyclingfähig, kompostierbar und FSC-Mix zertifiziert (FSC® C009951).

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten


Das umfassende Know-how des Scheufelen Teams in der Entwicklung innovativer Druckoberflächen stellt als wichtige Eigenschaft die Offset-Bedruckbarkeit des neuen Materials sicher. Das wurde durch den Pilotkunden Rondo (St.Rupprecht/Raab) für Produkte im Bereich von Obst- und Gemüseverpackungen bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Scheufelen Graspapier ist zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren, Linern und Faltschachteln, aber auch für graphische Anwendungen geeignet. Produktbeispiele aus relevanten Marktsegmenten wurden im Rahmen einer seit September 2016 bestehenden Kooperation durch Master Studenten der Hochschule für Medien (Stuttgart) und Produktentwickler der Papierfabrik Scheufelen im neuen Lenningen Packaging Campus erfolgreich zur Marktreife entwickelt und zeigen ein enormes Potential.

Breites Produktportfolio

Graspapier wird ab sofort von Scheufelen mit unterschiedlichen Eigenschaften unter den Marken greenliner als Wellpappenrohpapier bzw. Liner, als Scheufelen graspapier für graphische Anwendungen sowie als phoenogras in einer exklusiven Kombination von Graspapier mit dem hochweißen Zellstoffkarton phoenolux für einzigartige Verpackungslösungen vertrieben.
Derzeit ist greenliner in Flächengewichten von 80, 95, 105, 130 und 200 g/qm, Scheufelen graspapier in 95 und 130 g/qm sowie phoenogras in 360 g/qm erhältlich.
www.scheufelen.com
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