GADV zieht positive Bilanz
Markt für Verpackungen wächst in 2016

Mittwoch, 17. Mai 2017 Eine positive Bilanz zieht der Gemeinschaftsausschuss Deutscher Verpackungshersteller (GADV) mit Blick auf das Jahr 2016. Im vergangenen Jahr wurden rund 19 Millionen Tonnen Packmittel hergestellt. Damit stieg die Produktionsmenge um 3,0 Prozent. Der Umsatz legte um 2,1 Prozent auf rund 32 Mrd. EUR zu.*

Werkstoffanteile am Verpackungsmarkt 2016 nach dem Produktionswert
© Foto: GADV
Werkstoffanteile am Verpackungsmarkt 2016 nach dem Produktionswert
Wie in den Jahren zuvor generierten die Kunststoffverpackungen mit einem Anteil von rund 44 Prozent den größten Anteil am Umsatz, mengenmäßig waren die Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe mit rund 46 Prozent in 2016 wieder die größte Packmittelfraktion.

Deutliche Zuwächse für alle Packmittelfraktionen

Bei der Produktion konnten nahezu alle Packmittelfraktionen wieder deutliche Zuwächse verzeichnen. Am stärksten zeigten sich die Metallverpackungen aus Stahl mit einem Plus von 12,9 Prozent**. Auch die Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton legten deutlich um 3,3 Prozent zu, gefolgt von Glasverpackungen (plus 2,0 Prozent) und
Kunststoffverpackungen (plus 1,1 Prozent). Rückläufig zeigte sich dagegen die Produktion bei den Metallverpackungen aus Aluminium (minus 2,0 Prozent).

Kunststoffverpackungen mit höchstem Umsatzplus

Beim Umsatz ergibt sich ein geteiltes Bild: Den höchsten Zuwachs verzeichnen wie im Vorjahr die Kunststoffverpackungen mit einem Plus von 4,4 Prozent, gefolgt von Glas (plus 2,9 Prozent) und Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (plus 1,3 Prozent). Rückläufig zeigen sich dagegen die Metallverpackungen: Der Umsatz von Verpackungen aus Aluminium ging um 2,7 Prozent zurück, bei den Verpackungen aus Stahl waren es 2,2 Prozent**.

Der Verpackungsmarkt muss Trends erkennen und bedienen

Trends erkennen und bedienen – darin liegt die größte Herausforderung für den Verpackungsmarkt, sind sich die GADV-Verbände einig. „Verpackungen müssen nicht nur Lebensmittel und Getränke sicher verpacken, sie müssen auch auf die Bedürfnisse der Verbraucher und gesellschaftliche Trends eingehen“ sagt Dr. Johann Overath, GADVSprecher und Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Glasindustrie e.V. So nimmt die steigende Anzahl der Einpersonenhaushalte – im Jahr 2015 lag diese laut Statistischem Bundesamt bei über 41 Prozent – ebenso Einfluss auf die Verpackungsgestaltung wie das zunehmende Konsumbewusstsein der Verbraucher. Die Verpackungsindustrie bietet dafür Lösungen wie Wiederverschließbarkeit, flexible Füllgrößen und Portionierbarkeit. Auch Ästhetik und Design sind Aspekte, die bei Abfüllern und Verbrauchern eine Rolle spielen. „Bei der Vielzahl neuer Produkte, die jährlich in die Supermarktregale wandern, spielt auch das Thema Markendifferenzierung eine wichtige Rolle – diese erfolgt auch über die Verpackung“, erläutert Overath.

Lebensmittelverschwendung als weiteres wichtiges Thema
Neben diesen Aspekten beschäftigt sich die Verpackungsindustrie auch weiter mit dem Thema Lebensmittelverschwendung, das aktuell wieder auf der Messe Interpack im Rahmen der Initiative Save Food in Düsseldorf diskutiert wird. Die GADV-Verbände sind Teil der Initiative und unterstreichen die Bedeutung der Verpackung als Teil der Lösung dieses Problems. Denn Verpackungen tragen maßgeblich dazu bei, Lebensmittelverschwendung zu verhindern, indem sie Lebensmittel haltbar und lagerfähig machen. Das Sekretariat des GADV führt turnusgemäß der Bundesverband Glasindustrie e. V.

Packmittel-Produktion Deutschland © Foto: GADV
Packmittel-Produktion Deutschland


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*Zahlen basieren auf Hochrechnungen der Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der internen Statistiken der Verbände des GADV

**Die Angaben zu Metallverpackungen aus Stahl basieren auf der Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamtes. Für das Jahr 2016 ergeben sich hier Entwicklungen bei den Tonnagen und den Werten, die sich nicht mit den Erfahrungen des Verbands Metallverpackungen e. V. (VMV) decken. Um eine Kontinuität mit den Angaben früherer Jahre zu ermöglichen, soll die Datenbasis in diesem Bereich aufrechterhalten werden.
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