FFI - Fachverband Faltschachtelindustrie e.V.
Herbstbelebung in der Faltschachtel-Industrie bei steigenden Kostenbelastungen

Donnerstag, 16. November 2017 Nach einem ersten Halbjahr 2017, das im Durchschnitt über alle End Use-Segmente leicht unter den Vorjahreswerten lag, beschert ein deutlich erhöhter Auftragseingang der Faltschachtelindustrie eine deutliche Herbstbelebung des Geschäfts.

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Dies gilt insbesondere für den mengenmäßig großen Bereich Food / General Packaging. Die Segmente Pharma, Kosmetik und Süßwaren haben dagegen über die bisherigen drei Quartale durchweg die Vorjahreswerte und darüber hinaus hohe Kapazitätsauslastungen in der Faltschachtel-Herstellung erreicht.

Noch deutlichere Produktions-Zuwächse konnten bislang die großen Anrainermärkte im Westen, Süden und Osten verzeichnen. Vor dem Hintergrund gegebener Produktionskapazitäten für Faltschachtelkarton auf Frischfaserbasis und einer nach wie vor „guten Auftragslage“ (Euwid Verpackung 43-2017) bei einer grundsätzlich hohen Auslastungsquote der Kartonerzeuger hatten Nachfragesteigerungen in anderen europäischen Märkten zur Folge, dass sich für die deutschen Faltschachtelhersteller die Lieferfristen für Frischfaserqualitäten zuletzt deutlich verlängerten.
Zugleich zeigt eine Beobachtung wesentlicher Faktormärkte für die Faltschachtelherstellung und Kartonproduktion steigende Rohmaterialpreise (lang- wie kurzfaseriger Holzschliff, Zellstoff, Stärke, Titandioxid, Energie).

Auch bei anderen wichtigen Material-Fraktionen für die Faltschachtel-Herstellung, den Druckfarben und Lacken, kämpfen jene Hersteller mit Höchstpreisen bei den Rohstoffen und Lieferengpässen (Der Druckspiegel, 31. Oktober 2017).
Hinzu kommt eine Verknappung des Frachtraums sowohl auf der Lang- wie auch auf der Kurzstrecke, was sich ebenfalls negativ auf die Lieferzeiten bzw. -kosten innerhalb der Supply Chain auswirkt.

Da auch aufgrund einer weiterhin guten Konjunkturentwicklung die Anschaffungsneigung der Verbraucher und das Konsumklima nach Angaben der GfK positiv bleiben, erwarten auch die Verarbeiter von Papier, Karton und Pappe nach den Prognosen des ifo-Instituts München für die nächsten Monate eine gute bis steigende Produktionstätigkeit und eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.

ÜBER DEN FACHVERBAND FALTSCHACHTEL-INDUSTRIE E.V. (FFI)

Der FFI - Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. - vertritt seit 1948 die Interessen von mehr als 60 Unternehmen mit über 80 Produktionsstandorten dieses Industriezweigs, der jährlich ca. 842.000 Tonnen Faltschachteln produziert, was einem Produktionswert von rund 1,82 Mrd. Euro entspricht. Die FFI-Mitglieder repräsentieren dabei rund zwei Drittel des Branchenumsatzes.
Die Faltschachtelbranche beschäftigt ca. 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältigen Berufsbildern. Branchenspezifische Berufe wie Verpackungsingenieur, Drucker, Packmitteltechnologe, Verpackungsentwickler oder Mediengestalter gehören ebenso dazu wie kaufmännische, technische und logistische Berufe. Traditionell zeigt sich die Industrie mit derzeit rund 700 Auszubildenden zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst.

Der FFI-Fachverband unterstützt seine Mitglieder mit vielfältigen Produkten sowie Dienstleistungen und trägt so nachhaltig zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Das Gremien- und Informationsangebot des FFI ist einmalig in Europa. Er sorgt systematisch für Know-how Transfer und Kompetenzsteigerung durch Informationsveranstaltungen und Fortbildungsseminare, aber auch mit Leitfäden, Richtlinien, Mustern und Checklisten.

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