PTS entwickelt neue faserbasierte Werkstoffe
Papierartige Werkstoffe für Falt- und Honigwaben-Sandwichkerne

Dienstag, 14. März 2017 In einem Forschungsvorhaben wurden von der Papiertechnischen Stiftung (PTS) und der Technischen Universität Dresden, Institut für Luft- und Raumfahrttechnik, adaptierte papierartige Werkstoffe für Falt-und Honigwabenkernen in Sandwichstrukturen für den Einsatz in Leichtbaustrukturen entwickelt.

Papierartige Werkstoffe für Falt- und Honigwaben-Sandwichkerne
© Foto: PTS
Papierartige Werkstoffe für Falt- und Honigwaben-Sandwichkerne
Dieses Material besitzt ein deutlich erweitertes Anwendungsfeld und kann in vielfältiger Weise für innovative Produkte im Bereich der leichtgewichtigen Sandwich-Strukturen eingesetzt werden. Die Verbesserung der gewichtsspezifischen Kerneigenschaften durch Einsatz des entwickelten Kernwerk-stoffes konnte experimentell und numerisch nachgewiesen werden.

Zum Einsatz kamen neue Verfahren zur Charakterisierung der mechanischen Eigenschaften dünner papierartiger Materialien unter Druck- und Schubbelastungen in der Ebene. Sie ermöglichten erstmals die Bestimmung aller relevanten Materialkennwerte. Durch die Bereitstellung dieser Daten ist jetzt erstmals eine strukturmechanische Auslegung von Produkten aus derartigen Materialien effektiv mög-lich. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Anwendung von Papieren als Konstruktions-werkstoff geschaffen worden.

Das entwickelte Materialmodell ermöglicht eine signifikante Verbesserung der Genauigkeit numeri-scher Simulationsmodelle zur Vorhersage des Verhaltens von Sandwich-Strukturen mit den innovati-ven Kernen aus papierartigen Materialien. Dadurch können teure experimentelle Nachweisuntersu-chungen reduziert werden, so dass potenzielle Anwender neue innovative Strukturen und Produkte kostengünstiger und schneller auslegen können. Davon profitieren vor allem Spezialpapierhersteller, Simulationssoftware-Entwickler und Spezialprüfmaschinenhersteller.

Das Forschungsvorhaben IGF 18256 BG wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förde-rung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Ener-gie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
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