Forschungsprojekt FLIPPR eröffnet neue Wege für die Papierindustrie
Zukünftige Anwendungsmöglichkeiten von Lignin und Zellstofffasern

Mittwoch, 22. März 2017 Vierjähriges Forschungsprogramm untersuchte zukünftige Anwendungsmöglichkeiten von Lignin und Zellstofffasern. Mondi und andere Vertreter der internationalen Papierindustrie sowie österreichische Universitäten waren am Projekt beteiligt.

© Foto: Mondi
Anfang März feierte das internationale Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi den erfolgreichen Abschluss des Forschungsprojekts Flippr (Future Lignin and Pulp Processing Research) in der Unternehmenszentrale in Wien. Die Veranstaltung war der Schlussakt einer vierjährigen gemeinsamen Forschung zu Themen der Bio-Raffinierung von den vier Industriepartnern Mondi, Heinzel Group, Norske Skog Bruck und Sappi sowie drei österreichischen Universitäten. Ziel des Projekts war es, zukünftige Geschäftsfelder im Bereich der Lignin- und Zellstofffasernutzung zu erschließen.

Innovativ. Jeden Tag. Forschungsarbeit für den Kundenerfolg

Auf der Abschlussveranstaltung präsentierte Projektleiter Thomas Timmel die wichtigsten Vorteile solcher Forschungsprogramme: „Aktuelle Bedürfnisse der Industrie geben den Anstoß für Projekte wie Flippr. Dabei geht es natürlich um die Entwicklung von fortschrittlichen technischen Lösungen – in diesem Fall basierend auf Zellulose und Lignin –  bei denen ökologische wie auch wirtschaftliche Gesichtspunkte mit einfließen. Das Projekt hat neue und interessante Ergebnisse in Bezug auf Anwendungen und analytische Methodik hervorgebracht.“ 

Professor Wolfgang Bauer von der Technischen Universität Graz erklärt: „Flippr hat eine Gruppe von Wissenschaftlern zur Erforschung der Lignozellulose-Raffinierung in Österreich zusammengeführt, die in diesem Bereich nun zu den führenden Forschungsteams weltweit zählt. Diese Form der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen kommt Österreich als wettbewerbsfähigem Standort der Zellstoff- und Papierindustrie sehr zugute und wird in Zukunft definitiv fortgesetzt.“ Professor Thomas Rosenau der Universität für Bodenkultur Wien ergänzt: „Flippr ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gut Grundlagen- und Anwendungsforschung harmonieren können. Wir haben die Zusammenarbeit mit unseren Industrie- und Wissenschaftspartnern sehr geschätzt und freuen uns darauf, diese Beziehung aufrechtzuerhalten.“

Kundenorientiert. Jeden Tag. Wie Kunden von Mondi durch R&D profitieren

Mit den Erkenntnissen aus dem Flippr Projekt entwickelte Mondi die analytischen Möglichkeiten weiter und entdeckte neue Wege der kaskadischen Nutzung von Holz. So kann das Unternehmen die Bedürfnisse seiner Kunden, die Verpackungspapiere und ungestrichene Feinpapiere beziehen, erfüllen. Darüber hinaus ist Mondi als Lieferant bestrebt, nachhaltige Lösungen sowie umweltfreundliche Wellpappenrohpapiere, Sack- und Spezialkraftpapiere sowie ungestrichene Feinpapiere anzubieten. Gleichzeitig möchte das Unternehmen chemische Stoffe, die auf fossilen Brennstoffen basieren, in seinen Produkten minimieren. „Die Wertschöpfung aus natürlichen Ressourcen ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die R&D Teams von Mondi. Durch unsere Teilnahme im Flippr Projekt können wir die nächste Generation zellstoffbasierter Bio-Raffinerieanlagen bauen und so neue und verbesserte Produkte entwickeln, die weniger Rohstoffe und Energie benötigen“, kommentiert Leo Arpa, Head of R&D Paper Mondi Europe & International. Die vielversprechendsten Prozesse und Produkte aus dem Projekt wurden für ein Scale-Up im bevorstehenden Flippr² Programm ausgewählt. Flippr² beginnt im Frühjahr 2017 und zielt darauf ab, die Projektergebnisse in den Zellstoff- und Papierwerken von Mondi umzusetzen.

www.mondigroup.com






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