VDP
Papierindustrie fordert Anpassung der Holzhandelsverordnung

22.03.2018 Zum Internationalen Tag des Waldes, der am 21. März stattfand, fordert die deutsche Papierindustrie von der Europäischen Kommission, die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) endlich auf alle Holzprodukte auszuweiten.

Die deutsche Papierindustrie fordert von der Europäischen Kommission, die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) endlich auf alle Holzprodukte auszuweiten.
© Foto: Michel Angelo Fotolia
Die deutsche Papierindustrie fordert von der Europäischen Kommission, die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) endlich auf alle Holzprodukte auszuweiten.
 Der gegenwärtige Konsultationsprozess der Kommission sollte dazu genutzt werden, die noch vorhandenen Schlupflöcher zu schließen, fordert der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP). Im Gegensatz zu Holz und Zellstoff werden derzeit fertige Druckprodukte, die von außerhalb der EU importiert werden, nicht von der Verordnung erfasst, die den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz unterbinden soll. Auch sind z.B. Holztische der EUTR unterworfen, Holzstühle jedoch nicht.

Der Verband Deutscher Papierfabriken bemängelt, dass Holz aus illegalem Einschlag über Bücher und andere Druckprodukte seinen Weg in die EU finde, während Papierhersteller und Druckereien beim Preiskampf mit Anbietern aus kritischen Regionen oft nicht mithalten könnten. Produkte aus illegalem Holzeinschlag beschädigten zudem auch das Image von Papier und Printprodukten aus legalen und nachhaltigen Quellen. Jährlich würden Druckprodukte für über 3 Mrd. Euro von außerhalb der EU importiert.

Die EU-Kommission hat derzeit bis zum 24. April eine öffentliche Konsultation eröffnet, um die Positionen der an diesem Prozess interessierten Teilnehmer abzufragen. Zahlreiche Akteure, auch namhafte Umweltgruppen, fordern von der Kommission eine „all in“ Politik, die alle Holzprodukte umfasst.

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