Vancouvererklärung unterzeichnet
Konzerne und Unternehmen geben Bekenntnis zu nachhaltiger Waldwirtschaft ab

Mittwoch, 18. Oktober 2017 Die internationale Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft, Forest Stewardship Council (FSC), startet eine neue Kampagne mit dem ehrgeizigen Ziel die Nutzung von Rohstoffen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu fördern.

Die Vancouvererklärung wurde am Mittwoch 11. Oktober 2017 in Vancouver auf der FSC-Generalversammlung offiziell vorgestellt.
© Foto: Fotolia Michel Angelo
Die Vancouvererklärung wurde am Mittwoch 11. Oktober 2017 in Vancouver auf der FSC-Generalversammlung offiziell vorgestellt.
Die Vancouver Declaration bietet Unternehmen, die natürliche Ressourcen nutzen, die Möglichkeit sich öffentlich zu ihrer Verantwortung zu bekennen und zu erklären, dass sie den Anteil an nachhaltig beschafften Rohstoffen steigern werden.

Neben global agierenden Konzernen wie IKEA, H&M, SIG, Marks and Spencer, Jysk (Dänisches Bettenlager), Mitsubishi Paper Mills und Fuji Xerox unterzeichneten zum Auftakt auch Unternehmen aus Deutschland und Österreich während der FSC-Generalversammlung in Vancouver die Erklärung zu ihren Nachhaltigkeitszielen. Mit dabei waren aus Deutschland und Österreich Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen wie die Otto Group, Kaufland, KESPER, aledin und ENKA.

Kim Carstensen, Direktor von FSC International, sagte bei der Vorstellung der Erklärung: „Es ist fantastisch zu sehen wie viele große Unternehmen diese Erklärung unterstützen. Unsere Wälder sind eine wundervolle aber sensible natürliche Ressource. Von der nachhaltigen Nutzung dieser Wälder sind viele Menschen abhängig. Mit dieser Erklärung legen sich unsere Partner fest in Zukunft mehr FSC-zertifiziertes Holz zu nutzen, sie helfen uns so unsere Wälder zu schützen – und unseren Planeten – für künftige Generationen.“ 
 
Mikhail Tarasov, Global Forestry Manager bei IKEA unterstreicht: „IKEA hat sich entschlossen, bis 2020 ausschließlich Holz aus besonders nachhaltig bewirtschafteter Herkunft zu nutzen (aktuell bedeutet dies FSC-zertifiziert und Recycling). Wir wollen über unseren Holzbedarf hinaus nachhaltige Forstwirtschaft fördern, um diese zur Norm für alle Industrien zu machen. Wir nennen dies „forest positive“. Damit war für uns klar, dass wir die Vancouver Declaration unterstützen werden. Wir sind stolz darauf, Teil dieser globalen Initiative zu sein.“

Mit der Vancouver Declaration verstärkt FSC seine Bemühungen Industrien und Unternehmen dabei zu unterstützen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erfüllen. Wie Samuel Sigrist, Präsident und Geschäftsführer Europa bei SIG, erläutert: „Es war mir eine Ehre die Vancouver Declaration auf der FSC-Generalversammlung 2017 vorstellen zu dürfen. Ich bin überzeugt, dass diese Initiative mit ihrem klaren Bekenntnis zur FSC-Zertifizierung, ein wichtiges Instrument ist um als Unternehmen wesentliche Teile der UN Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wir sind eine der ersten Industrien die in der Lage ist, 100% unserer Verpackungen mit dem FSC-Logo auszuzeichnen. Das ist ein wesentlicher Meilenstein auf unserem Weg um ein „netto positives Unternehmen“ zu werden. Das bedeutet wir wollen mehr natürliche Ressourcen erzeugen als wir verbrauchen.“

Die Vancouvererklärung wurde am Mittwoch 11. Oktober 2017 in Vancouver auf der FSC-Generalversammlung offiziell vorgestellt. Unternehmen, Organisationen und Personen, die Interesse haben dieser Nachhaltigkeitserklärung beizutreten oder mehr über sie erfahren wollen, können auf der Webseite von FSC International weitere Informationen finden unter:
https://ic.fsc.org/en/for-business/vancouver-declaration.

Über FSC:
Der Forest Stewardship Council® (FSC®) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, mit Hilfe eines Siegels ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu machen. Weltweit sind über 199 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert, in Deutschland sind es rund 1,2 Million Hektar Wald (Stand: September 2017).
In deutschen Wäldern steht der FSC u.a. für eine Waldwirtschaft, die den Wald nicht übernutzt, die biologische Vielfalt fördert und ohne Kahlschläge, Gentechnik und Pestizide auskommt. FSC setzt sich hier für die Mehrung natürlicher Mischwälder, für den Schutz seltener Arten und Ökosysteme sowie für faire Entlohnung und mehr Bürgerbeteiligung ein. Als einziges Waldzertifizierungssystem wird FSC von Umwelt - und Sozialverbänden wie z.B. WWF, Greenpeace, NABU, BUND und IG BAU, IG Metall unterstützt. Die Zertifikatsvergabe erfolgt durch unabhängige Dritte und wird jährlich überprüft.

www.fsc-deutschland.de

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