Erfolgreicher Umbau der KM 3 von Reno de Medici (RDM)
Qualitäts- und Produktionssteigerung der KM 3 von RDM durch Umbau mit Voith

Dienstag, 12. Dezember 2017 Ein Audit mit dem Kunden im Vorfeld des Projekts bildete die Grundlage dafür, dass die Umbaumaßnahmen an der KM 3 bei Reno de Medici in Arnsberg schneller als geplant abgeschlossen wurden.

Joachim Corthum, Produktionsmanager von RDM an der BM 3 in Arnsberg.
© Foto: Voith
Joachim Corthum, Produktionsmanager von RDM an der BM 3 in Arnsberg.
Die enge Zusammenarbeit brachte nicht nur eine Produktivitätssteigerung um drei Prozent und eine Verbesserung der Kartonqualität. Durch die Wiederverwendung von Komponenten sanken auch die Umbaukosten.

„Ich wollte ihnen nur mitteilen, dass die KM 3 in Arnsberg seit 18:50 Uhr produziert. Damit haben wir unser Ziel mehr als erreicht“. Mit diesen Worten bedankte sich Thomas Bock, Geschäftsführer der RDM Arnsberg in einer E-Mail bei den Projektverantwortlichen von Voith. Das Unternehmen hatte den umfassenden Umbau der Kartonmaschine einen Tag vor dem geplanten Termin abgeschlossen, so dass RDM früher als geplant seine Produktion wieder aufnehmen konnte.

Ausführliches Audit im Vorfeld der Projektplanung

Maßgeblich für den Erfolg des Projekts war ein ausführliches Audit, dass Voith und RDM im Vorfeld durchgeführt haben und an dem zahlreiche Experten aus verschiedenen Bereichen mitgewirkt haben. Gemeinsam definierten die Partner dabei die Ziele, die mit dem Umbau erreicht werden sollten und die dafür notwendigen Maßnahmen. Ein zentrales Anliegen für RDM war die Kostenreduktion der Fertigung. Die Partner beleuchteten unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten, um gemeinsam eine optimale Lösung zu erarbeiten.

Den besten Ansatz für eine Optimierung bot dabei die Mittellage des dreilagigen Karton, das auf der Anlage produziert wird. Zur Stabilisierung der Oberflächenqualitäten musste RDM daher eine teurere Decklage verwenden. Um Wellenbildungen zu verhindern, sollten beispielsweise neue Komponenten die Konsistenz im Stoffauflauf von bis zu drei auf 1,5 Prozent senken. Dadurch kann RDM nun eine kostengünstigere Decklage verwenden.

Nicht immer entschieden sich die Beteiligten für die Variante mit dem niedrigsten Investitionsbedarf. Beim Audit wurden verschiedene Varianten der Entwässerungsstrecke geprüft, wobei man sich für die zukunftsweisendste Variante entschied. Diese reduziert nun Schwankungen, die nach dem Stoffauflauf üblich sind und schafft so die Basis für die hohe Produktqualität. Zu den kostensparenden Maßnahmen gehörte auch, beim Umbau möglichst viele Bestandsteile der KM 3 zu verwenden. Daher ermittelten beide Seiten während des Audits, bei welchen Komponenten eine Weiterverwendung sinnvoll war.

Auch die Erweiterung der Entwässerungspartie mit einer Verbesserung der Entwässerungsleistung erwies sich als zielführende Maßnahme. Bereits kurz nach dem Wideranfahren konnte die Produktionsgeschwindigkeit um 3 Prozent gesteigert werden. Die Mittelage ist nun für eine Geschwindigkeit von 1000 m/min ausgelegt und nicht mehr der die limitierende Sektion der Maschine.

Höhere Produktivität und geringerer Ressourcenverbrauch

Der Umbau brachte RDM nicht nur eine Reduzierung der Fertigungskosten. Ebenso brachte die Fasereinsparung sowie die höhere Entwässerung eine Verbesserung der  Kartonqualität. „Es war der beste Projektablauf, den ich in den vergangen 37 Jahren in Arnsbeg erlebt haben“, bestätigte auch RDM Produktionsmanager Joachim Corthum.

Dass durch die gut geplante Zusammenarbeit aller Partner während der Planungs- und der Umbauphase die Produktion schneller als geplant anlaufen konnte, war für RDM ein weiterer Anlass, Voith als Service-Partner für weitere Projekte zu wählen.

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